Mittwoch • 24. Januar
Pray for Zürich
09. Januar 2018

Wenn Migranten mit Schweizern für die Schweiz beten

Multikultureller Gebetsanlass für die Schweiz. Foto: zvg
Multikultureller Gebetsanlass für die Schweiz. Foto: zvg

Bereits zum fünften Mal fand am Samstag der „Pray for Zurich“-Gebetstag statt, der von Pastor Anthony Joseph und seiner tamilischen Gemeinde „TCF“ organisiert wird. Wiederum kamen zahlreiche Schweizer und Migranten in der Kirchgemeinde Neumünster in Zürich zusammen, um vor Gott eins zu werden und für die Schweiz und besonders die Stadt Zürich zu beten.

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An dem interkulturellen Gebetstag unter dem Motto „Miteinander“ wurde die Wichtigkeit der Einheit der Christen als Brüder und Schwestern - ob nun Schweizer oder Migranten - betont. Der mehrsprachige Lobpreis der „Rehoboth-Band“ der TCF-Gemeinde, kreative und abwechslungsreiche Gebetszeiten und inspirierende Inputs ermutigten und forderten heraus, Licht und Salz im eigenen Umfeld zu sein. Thomas Ucar, Leiter der „Jesus Parade“ und EDU-Politiker, leitete zu Beginn die Anwesenden im Bussgebet. Er sprach über den Propheten Elia, der sieben Mal für Regen betete und seine Diener schickte, bis es anfing zu regnen (1. Könige 18,41-45). Unsere grösste Sünde sei unsere fehlende Beharrlichkeit im Gebet, so Ucar. „Wir müssen nur standhaft bleiben, damit wir erleben, wie Gott wirkt.“

Ein prophetisches Wort aus Sri Lanka

Pensy Schümperli, Leiterin der „Gebetskette für die Schweiz“, sprach über den Preis der Erweckung. Es koste uns alles - unsere Zeit, unser Geld, unsere Prioritäten - wenn wir Erweckung erleben wollten, meinte Schümperli. „Auch die Jünger erlebten Erweckung zusammen mit Verfolgung. Seid ihr bereit dafür? Wollt ihr das?“, forderte sie die Zuhörer auf. Daraufhin wurde laut für Erweckung gebetet.

Schwester Emily aus Sri Lanka teilte ein prophetisches Wort, das sie erhalten hatte: „Gott prophezeit über Europa gemäss 1. Mose 1,3: Es werde Licht!“ Die Dunkelheit mache sich dort breit, wo die Menschen das Licht ablehnen, das sei in der EU passiert. Doch Gott wolle wieder Licht in die Dunkelheit der Gesellschaft - und damit Frieden - bringen. „Es ist Zeit aufzustehen, Busse zu tun und die Wahrheit zu proklamieren. Alles Böse wird ausgerissen und ausgemerzt, wenn Gottes Licht in die Welt scheint“, sagte Schwester Emily.

„Heirate die Schweiz!“

„Heirate die Schweiz“, war das Thema von Pastor Larwin, einem tamilischen Pastor aus Basel, der seit 30 Jahren in der Schweiz lebt und mittlerweile eingebürgert wurde. Er habe von Gott eine Last für die Schweiz aufs Herz bekommen, und bete seitdem leidenschaftlich für das Land. „Wenn man jemand wirklich liebt, betet man ganz anders für sie.“ Das habe auch er so erlebt, und bete jetzt immer mit der Schweizer Flagge um die Schultern, die er auch stets im Gepäck mitführe. Mit Jesaja 62,4 erklärte er, dass Gott die Schweiz liebe, wie ein Mann seine Braut liebt. Wir sollten für die Schweiz wie ihr Ehepartner beten, so Larwin. „Gott hat die Schweiz geheiratet, habt ihr die schweiz auch geheiratet? Wenn nicht, könnt ihr das jetzt tun!“, ermutigte er die Beter.

Eine Beterin ermutigte die Teilnehmer, dranzubleiben und weiterhin regelmässig für die Stadt und die Nation im Gebet einzustehen. Sie berichtete von dem erstaunlichen Wandel in der Stadt Fresno in Kalifornien, die durch eine Gebetsbewegung von der Stadt mit der meisten Gewalt zur friedlichsten Stadt der USA transformiert worden sei.

Zum Abschluss betonte Organisator Anthony, dass „Pray for Zürich“ nicht nur an diesem Tag sei, sondern an jedem Tag. Beim Abschlusslied wurden die 26 Kantonsfahnen zusammen mit Gebetsfahnen zu einem fröhlichen Gebetsmarsch im Kreis durch die Halle getragen. Der nächste Gebetstag ist für den 5. Januar 2019 wieder in der Kirchgemeinde Neumünster geplant.

(Autorin: Anja Janki)

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