Sonntag • 22. September
Kommentar
15. August 2019

Warum lässt Gott Leid zu?

Das Christentum ist in der westlichen Welt vielerorts am Verdunsten. Immer mehr Menschen stehen dem Glauben gleichgültig, kritisch, skeptisch oder ablehnend gegenüber. Christen sehen sich in ihrer Umgebung zunehmend mit Fragen konfrontiert, die ans Eingemachte gehen. Dabei sollen sie „allezeit bereit sein, Rechenschaft zu geben über die Hoffnung, die in ihnen ist“ (1. Petrus 3,15). Eine idea-Serie soll dabei Hilfestellungen geben. Wir haben einige Fragen und Einwände zusammengestellt, die man häufig hört im Gespräch mit Menschen, die dem Glauben fernstehen. Rüdiger Gebhardt, Professor für Systematische Theologie und Rektor an der CVJM-Hochschule Kassel, gibt Antworten, die weiterführen können. Im dritten und letzten Teil der Serie geht es vor allem um die Frage, ob das Leiden in der Welt mit dem Glauben an Gott vereinbar ist. Georg Büchner hat das Leiden als den „Fels des Atheismus“ bezeichnet. Tatsächlich wird kaum eine andere Frage so häufig an Christen gestellt wie diese – und kaum eine ist so schwer zu beantworten.

Im vergangenen Jahrhundert sind Millionen von Juden auf grausame Weise ermordert worden. Tausende Menschen werden immer wieder Opfer von Erdbeben und Tsunamis. Unschuldige Kinder kommen durch Leukämie, Aids und Verkehrsunfälle ums Leben. Manche Menschen scheinen vom Unglück und von Schicksalsschlägen geradezu verfolgt zu werden. All das lässt immer wieder ein und dieselbe Frage laut werden: Warum muss das alles geschehen?

Um das ganz klar zu sagen: Auch wir Christen wissen es nicht. Und auch wir als Theologen und Pfarrer nicht. So viel Offenheit und Ehrlichkeit sind wir einander schuldig. Manche Nachricht am Fernseher, manche Lebensgeschichte macht e...

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