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Kommentar
27. März 2020

Überraschende Entdeckungen im Buch der Bücher: 1. Sollte Gott inkonsequent sein?

Johannes Busch (1905–1956), Bundeswart des CVJM-Westbundes und westfälischer Landesjugendpfarrer, meinte einmal: „Die Bibel ist wie ein großes Bergwerk. Das kannst du nicht auf einmal leer machen. Da musst du Tag um Tag in den Stollen graben und glücklich sein, was Gott dir schenkt.“ So werden auch langjährige Bibelleser immer wieder neue, überraschende Entdeckungen in der Bibel machen und darin unverhoffte Schätze heben. Entdeckungen, die vielleicht bisher Geglaubtes infrage stellen, den eigenen Horizont weiten, Erkenntnisse über Gott und die Welt vertiefen und zu neuer Gewissheit im Glauben anstiften. Pastor Klaus Jürgen Diehl berichtet in einer neuen 8-teiligen idea-Serie über solche überraschenden Entdeckungen im Buch der Bücher.

Gott mit Inkonsequenz in Verbindung zu bringen, ist eigentlich unvorstellbar. Denn Inkonsequenz ist mit dem Odium fehlender Folgerichtigkeit und offensichtlicher Unbeständigkeit behaftet. Wer inkonsequent ist, bei dem besteht ein Missverhältnis zwischen Reden und Handeln. Das wird man Gott wohl in keiner Weise unterstellen können. Und doch gibt es überraschenderweise Geschichten bzw. Aussagen in der Bibel, in denen Gott augenscheinlich inkonsequent ist bzw. unlogisch handelt. So wird uns in der biblischen Urgeschichte zunächst erzählt, dass sich der Mensch nach der Vertreibung aus dem Paradies nicht im Geringsten verändert hat: „Gott sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf E...

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