Freitag • 13. Dezember
idea-Tag führte in die Klinkik SGM Langenthal
20. November 2019

Macht der Glaube gesund?

Chefarzt Albrecht Seiler gab  Einblick in die Behandlung psychischer Erkrankungen. Foto: Mirjam Fisch-Köhler
Chefarzt Albrecht Seiler gab Einblick in die Behandlung psychischer Erkrankungen. Foto: Mirjam Fisch-Köhler
40 idea-Leserinnen und -Leser verbrachten einen lehrreichen und gleichzeitig geselligen Tag in der Klinik für ganzheitliche Medizin SGM in Langenthal. Das Besondere dieser Klinik ist, dass hier das biopsychosoziale Modell zusätzlich um die Spiritualität erweitert wird.

Langenthal (idea/mf) - 40 idea-Leserinnen und -Leser verbrachten einen lehrreichen und gleichzeitig geselligen Tag in der Klinik für ganzheitliche Medizin SGM in Langenthal. Das Besondere dieser Klinik ist, dass hier das biopsychosoziale Modell zusätzlich um die Spiritualität erweitert wird.

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Chefarzt Albrecht Seiler stellte die Privatklinik für ganzheitliche Medizin vor und gab Einblick in die Behandlung verschiedener psychischer Erkrankungen; der Glaube an Gott kann die Genesung ermöglichen oder auch verhindern. "Die individuelle Persönlichkeit entsteht durch Vererbung, Erworbenes und Erlerntes", erklärte Seiler. "Davon wird das Fühlen, Denken und Handeln bestimmt." Wie ein Mensch mit Krisen umgehe, hänge daher nicht nur von ihm ab, sondern ebenso von seinem Umfeld. Ist es aufbauend oder bedrückend?

Gottesbild wichtig für die Gesundheit

Auch das Gottesbild spiele eine grosse Rolle. Glaubt ein Patient an einen kontrollierenden und strafenden oder an einen liebevollen, barmherzigen Gott? Sowohl das Denken über Gott als auch die Reaktionen auf Druck können verändert werden. Was sind die Stressoren in einer Situation und was sind hilfreiche Protektoren? Dazu gehören nicht nur Gespräche, sondern positives Handeln oder neue Zugänge zu sich selbst, etwa durch Kunst- oder Musiktherapie, welche die Emotionen berührt. Wichtige Erfolgsfaktoren in der Psychotherapie sind die therapeutische Beziehung (30 Prozent) und eine positive Erwartungshaltung (15 Prozent). Vertrauensvolle Begegnungen wirken heilsam.

Ein Rundgang durch die Klinik mit 40 Betten, das Mittagessen und der Austausch mit dem Redaktionsteam vervollständigten den Einblick in die Herausforderungen einer Klinik und in den Redaktionsalltag.

Einblick in die Medienarbeit

Chefredaktor Rolf Höneisen zeigte auf, wie die Schweizer Ausgabe von ideaSpektrum vor 20 Jahren entstanden ist und was sich seither verändert hat.

Heute wird das Heft im Wochenschnitt an 4100 Empfänger verschickt und von rund 13 000 Menschen gelesen. Höneisen rief dazu auf, auch mit Kindern und Enkeln über Themen in idea zu reden oder Abonnements zu verschenken. Und er wies einmal mehr darauf hin, dass idea auf Gebet, Abonnenten, Anzeigen und Spenden angewiesen sei, um diese christlich geprägte Medienarbeit auf den Weg in die Zukunft führen und den neuen Anforderungen anpassen zu können.

Ein Magazin zu haben, das seit 20 Jahren jede Woche über die verschiedensten Kirchen, Verbände und Aktivitäten von Christinnen und Christen in der Schweiz und darüber hinaus berichte, sei ausserordentlich.