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Urs R. Bärtschi - Coaching-Pionier in der Schweiz
14. Januar 2020

Auch der Coach braucht eine Tankstelle

Urs R. Bärtschi bildet seit 20 Jahren Coaches aus. Bild: idea/Rolf Höneisen
Urs R. Bärtschi bildet seit 20 Jahren Coaches aus. Bild: idea/Rolf Höneisen
Als Urs R. Bärtschi im Jahr 2000 seinen ersten Coaching-Kurs durchführte, konnte er nicht ahnen, wie gross das Interesse an einer solchen Ausbildung ist.

Urs Bärtschi, Coachingplus hat in 20 Jahren 2500 Coaches ausgebildet, gratuliere! Als Sie vor 20 Jahren mit den ersten Kursen starteten, hätten Sie sich diese Entwicklung vorstellen können?

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Nein. Ich schrieb einen ersten Kurs aus. Es gab etwas über ein Dutzend Anmeldungen. Ein Jahr später wiederholte ich den Kurs – da kamen 30. Doch von da an zog dieses Ausbildungsangebot Kreise.

Was brachte Sie auf die Idee, im christlichen Umfeld Coaches auszubilden?

Die persönliche Erfahrung. Ich stand vor einem beruflichen Wechsel und entschied mich für eine Coaching- Ausbildung. Dazu musste ich nach Deutschland. Damals gab es so etwas nicht in der Schweiz. Ziemlich bald begann ich mit der Beratung, parallel dazu baute meine Frau eine psychosoziale Beratungspraxis auf. Bei der Arbeit als Studienleiter bei IGW stellte ich fest, dass die Selbstkompetenz nicht im Studienplan vorkam. Was wir änderten. Während alle sozialen Berufe einen Teil an Selbstreflexion beinhalten, war dies damals in der theologischen Ausbildung noch nicht so. Ich investierte ein Jahr lang meinen „freien“ Tag, um ein neues Konzept mit der Möglichkeit der Selbstreflexion zu erarbeiten: den 10-tägigen Studiengang für angewandtes Coaching. Der Start war dann im Jahr 2000.

Sie sind Coach. Wer ist Ihr Coach?

Ich bin Teil eines kollegialen Beratungsteams mit Fallbesprechungen, besuche regelmässig Weiterbildungen und studiere einschlägige Literatur. Wer viel gibt, braucht selber immer wieder Impulse! Deshalb steht in der Ecke unseres Seminarraums symbolisch eine Tanksäule.

Wie Urs R. Bärtschi den Unterschied zwischen Coaching und Seelsorge erklärt und warum eine Coaching-Ausbildung aus seiner Sicht für Führungskräfte sinnvoll ist, lesen Sie im vollständigen Interview in ideaSpektrum 03.2020.

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