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Elisabeth Augstburger
09. Mai 2018

Landratspräsidentin und bekennende Christin

„Es ist wichtig, dass wir zu den Elisabeth Augstburger im Baselbieter Landrat: „Es ist wichtig, dass wir zu den christlichen Werten stehen.“ christlichen Werten stehen.Foto: Christof Bauernfeind
„Es ist wichtig, dass wir zu den Elisabeth Augstburger im Baselbieter Landrat: „Es ist wichtig, dass wir zu den christlichen Werten stehen.“ christlichen Werten stehen.Foto: Christof Bauernfeind

(idea/chb) - Als Landratspräsidentin darf sich Elisabeth Augstburger für ein Jahr offiziell „höchste Baselbieterin“ nennen. Während ihrer Amtszeit - die noch bis Ende Juni dauert - schaffte es die Liestaler EVP-Politikerin dank ihrer offenen und zugänglichen Art, Brücken zu bauen - sowohl zur Bevölkerung als auch zu den verschiedenen Parteien im Parlament. Zur Präsidentschaft gehören etwa 180 Delegationsbesuche bei Vereinen und Institutionen im Kanton. Einen Schwerpunkt ihres politischen Engagements legt Augstburger auf die  Unterstützung von sozial Schwachen und Migranten. Im Auftrag der Stadt Liestal organisiert sie nebenberuflich Deutschkurse für Frauen. Für ihre Tätigkeit erhielt die gelernte Versicherungskauffrau Anfang April den „Dienstagsmail-Award“ für Öffentlichkeitsarbeit. Der Preisverleiher begründete das damit, dass sie sich vielseitig zum Wohl ihrer Mitmenschen engagiere, was auch oft in Medien erwähnt werde (idea berichtete).

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Auch schon auf Unverständnis gestossen

Die 57-Jährige scheint von allen Seiten geschätzt und respektiert zu werden, selbst von ihren politischen Gegnern. Die Medien behandeln sie in der Regel mit viel Wohlwollen. Das evangelische Wochenmagazin ideaSpektrum wollte darum in seiner aktuellen Ausgabe von Augstburger wissen, ob es ihr schwerfalle, in der Politik auch einmal anzuecken. „Anecken gehört dazu. Es ist wichtig, zur eigenen Meinung zu stehen und diese zum Ausdruck zu bringen. Vor einigen Jahren reichte ich zum Beispiel bei der Regierung kritische Fragen zur Sexmesse Extasia ein. Bei mehreren meiner Kolleginnen und Kollegen stiess das auf Unverständnis“, antwortete die EVP-Politikerin. Dennoch sei es ihr besonders wichtig, allen Menschen stets mit Wertschätzung zu begegnen - „egal, was für eine Meinung sie vertreten oder zu welcher Partei sie gehören“. Augstburger gegenüber ideaSpektrum: „Ein freundlicher Gruss oder ermutigende Worte haben schon zu manchen persönlichen Gesprächen geführt“.

„Im Alltag erlebe ich, wie Gott mir hilft“

Die Mutter zweier erwachsener Töchter ist zudem Mitglied der evangelischen Freikirche „BewegungPlus“ in Liestal und geht mit ihrem Glauben sehr offen um. Gegenüber ideaSpektrum betonte Augstburger: „Das Gebet, das Bibellesen und schöne Lieder geben mir jeden Tag viel Freude. Im Alltag erlebe ich, wie Gott mir hilft und Kraft gibt für das, was ich angehe.“ Als sie im vergangenen Jahr das anspruchsvolle Amt der Landratspräsidentin annahm, habe sie grossen Respekt vor dem Leiten der Landratssitzungen gehabt. Um sich auf die Herausforderung vorzubereiten, ein Parlament mit 90 Landrätinnen und Landräten zu führen, nahm sie eigens ein spezielles Coaching in Anspruch. Doch auch hier findet Augstburger Zuversicht in ihrem Glauben: „Mir war klar, dass Gott mir geben wird, was ich brauche“, erklärt sie im Interview.

Lesen Sie im ausführlichen Interview im ideaSpektrum Nr. 19/2018, warum Elisabeth Augstburger bewusst in einem Migrantenquartier wohnt, ob sie die Schweiz für ein christliches Land hält, und ob sie für die Familie auf die Karriere verzichtet hätte. 

 

 

 

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