Montag • 22. Januar
Jugendmissionskonferenz
07. Januar 2018

„Wir motivieren Jugendliche für Mission“

Der Konferenzleiter der Jugendkonferenz für Weltmission, Ulrich Weinhold. Foto: nxtwphotos/Andreas Stein
Der Konferenzleiter der Jugendkonferenz für Weltmission, Ulrich Weinhold. Foto: nxtwphotos/Andreas Stein

Echterdingen (idea) – Zu Deutschlands größter Fachmesse für Berufe in Mission und Entwicklungshilfe, der Jugendkonferenz für Weltmission (JuMiKo), kamen am 7. Januar gut 5.000 Christen nach Echterdingen bei Stuttgart. Die Veranstaltung fand in diesem Jahr zum 25. Mal statt. Der Konferenzleiter, Ulrich Weinhold (Stuttgart), sagte der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, die Konferenz wolle Jugendliche zur Mission motivieren. Dass die JuMiKo Tausende junge Leute anziehe, hänge mit dem zeitlosen Thema zusammen: „Jede junge Generation stellt sich neu die Frage, wie sie missionarisch tätig sein kann.“ Die Inhalte der Konferenz hätten sich nicht verändert. Vorträge und Musik seien „schwäbisch schlicht geblieben“. Die Jugendlichen ziehe vor allem die Ausstellung mit über 100 Ständen an, die über Angebote in der Mission und der Entwicklungszusammenarbeit informieren: „Da findet jeder Topf einen Deckel.“ Die Jugendlichen müssten heute aus vielen Angeboten auswählen. Die Konferenz ermutige sie, bei ihrer Entscheidung allein auf Gott zu vertrauen, so Weinhold. Er ist Direktor der Entwicklungsdienste Christliche Fachkräfte International und Hilfe für Brüder.

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Hahne: „Wir haben Glaube mit Wohlfühlen gleichgesetzt“

Der Hauptredner der Konferenz, der Fernsehmoderator und Bestsellerautor Peter Hahne (Berlin), rief dazu auf, sich „auf das Leiden vorzubereiten“. Zunehmende weltweite Christenverfolgung, Bedrängung von ehemaligen Muslimen, die zum Christentum übergetreten sind, in deutschen Flüchtlingsunterkünften sowie Mobbing von Christen in deutschen Schulen und Universitäten seien nur ein kleiner Vorgeschmack: „Wir haben Glaube mit Wohlfühlen gleichgesetzt. Jetzt merken wir, was es kostet, Jesus nachzufolgen.“ Deswegen brauchten Christen nicht nur „fromme Lobpreislyrik“, sondern sollten auch „biblische Klagelieder“ einüben, „um der kommenden Verfolgung zu trotzen“. Die entscheidende Frage ist laut Hahne, ob man bereit sei, im Extremfall für Jesus zu sterben. Wer sie mit Ja beantworten könne, für den seien alle anderen Angriffe im Alltag harmlos. Es lohne sich zudem, Gott auch dann zu vertrauen, wenn man sein Handeln nicht verstehe: „Glauben heißt, mit unbeantworteten Fragen zu leben. Gott gibt uns nicht das, was wir wollen, sondern das, was wir brauchen.“ Christen seien nicht problem-, sondern verheißungsorientiert: „Wir haben die Verheißung: Gott lässt uns nicht im Stich.“ Die erste Jugendmissionskonferenz fand 1981 – anfangs alle zwei Jahre – in Stuttgart statt. An der ersten Konferenz nahmen rund 250 junge Christen teil. Veranstalter der JuMiKo ist die „Lebendige Gemeinde – ChristusBewegung in Württemberg“ in Zusammenarbeit mit Gemeinschafts- und Jugendverbänden, Bibelschulen sowie evangelikalen Missionswerken.

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