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20 Jahre idea Schweiz
15. November 2019

Eine Mediengeschichte wird weitergeschrieben

Dazwischen liegen 20 Jahre: Erstausgabe November 1999 (li.), zwei aktuelle Ausgaben des Wochenmagazins
Dazwischen liegen 20 Jahre: Erstausgabe November 1999 (li.), zwei aktuelle Ausgaben des Wochenmagazins "ideaSpektrum".

(idea) - Nach der Lausanner Konferenz für Weltevangelisation 1974 entstand die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Evangelisation (SAFE) mit ihrer Abteilung "Medien". Jakob Zopfi und Fritz Imhof redigierten das SAFE-Bulletin. 1985 schloss sich die SAFE der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) an. Im November 1986 gründete die SEA den Verein idea Schweiz und entwickelte aus dem SAFE-Bulletin das von Fritz Imhof geleitete "idea magazin", dem der "idea Presse­dienst" sowie der "idea Dokumentationsdienst" folgten.

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In den 1990-er Jahren setzten finanzielle Engpässe dem Verein zu. Im November 1997 übernahm der Zürcher Impuls-Verlag das "idea magazin". Es erschien in frischerem Layout und mit farbiger Titelseite; der "idea Pressedienst" wurde zum "idea Tagesdienst". Doch im April 1999 musste der Impuls-Verlag Konkurs anmelden. Sämtliche Dienste wurden gestoppt, auch das "idea magazin".

Zusammenarbeit mit Deutschland

Eine von der SEA und den Freikirchen eingesetzte Arbeitsgruppe entwickelte zusammen mit dem Unternehmer Heiner Henny ein neues Konzept für "idea Schweiz". Als einzige finanziell vertretbare Lösung zeigte sich die Zusammenarbeit mit "idea Deutschland". Im Herbst wurde die idea Information AG gegründet. Mit dabei sind bis heute die SEA, der VFG - Freikirchen Schweiz, die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Missionen AEM, ERF Medien und einige Freikirchenverbände. Am 18. November 1999 war es soweit: Die erste Ausgabe des Wochenmagazins "idea Spektrum Schweiz" erschien in Kooperation mit der Redaktion in Wetzlar. Das anfänglich in Deutschland gedruckte Heft wurde per Kurier über die Grenze zur Postaufgabe gebracht. Der SCM Bundesverlag/bv Medien (Ins) erledigte Kundendienst und Inserateverwaltung. Als Chefredaktor bis 2004 waltete Fritz Herrli.

2005 übernahm Andrea Vonlanthen die Chefredaktion. Ein wichtiger Schritt war die Vergabe des Druckauftrags an die Jordi AG (Belp), die auch weitere Serviceleistungen wie die Buchhaltung sowie die Inserate- und Aboverwaltung ausführt. ideaSpektrum vermochte sich als Wochenmagazin zu etablieren. Die Abozahl stieg wieder auf über 4000. Vonlanthen brachte politische Bezüge ins Heft.

Ab 2014  Webportal

Seit Oktober 2012 ist Rolf Höneisen idea-Chefredaktor. Im August 2014 wurde das Internetportal ideaschweiz.ch gestartet. ideaSpektrum ist nun auch als reine digitale Ausgabe zu abonnieren. Die Abonnenten erhalten viel Mehrwert dank freiem Zugang zur deutschen idea-Ausgabe und zu einem riesigen Themenarchiv. Viermal jährlich erhalten idea-Abonnenten das SEA-Magazin Insist kostenlos. Seit einem Jahr unterstützt der Verein ideaFreunde die Medienarbeit von idea. Mit Gönnerbeiträgen werden Abonnements für interkulturelle Mitarbeitende und Studienabgänger bezahlt, Sonderhefte mitfinanziert, Marketingaktionen unterstützt und Geld gesammelt für zukunftsgerichtete Innovation. Regelmässige idea-Tage und idea-Reisen fördern den Kontakt zu den Lesenden. Heute finden im Wochenschnitt 4100 Magazine den Weg zur Leserschaft. Über das Wochenmagazin, das Webportal sowie Social Media erreicht idea wöchentlich gegen 20 000 Menschen. Das Ziel der unabhängigen Redaktion, die ohne festes ­Büro und sowohl im Print- wie im digitalen Bereich arbeitet, lässt sich mit einem Satz umschreiben: idea bildet ab, wie Gott mit Menschen in der Schweiz wirkt. Gleichzeitig schlägt idea Brücken zwischen Kirche und Welt - zu Politik, Wirtschaft, Gesellschaft. Innerhalb der christlichen Bewegung kontrovers diskutierte Themen werden journalistisch aufgearbeitet und kommentiert.

ideaSpektrum will bei aller Vielfalt der Themen sein Orientierung schenkendes Profil bewahren. Dass dies seit 20 Jahren möglich ist, grenzt an ein Medienwunder, bemerkenswert ist es auf jeden Fall. (Autor: Rolf Höneisen)