Freitag • 25. Mai
Kinder- und Elternkonferenz
14. Mai 2018

Wie erklärt man Kindern den dreieinigen Gott?

Kinderkonferenz der Stiftung Schleife. Foto: zvg
Kinderkonferenz der Stiftung Schleife. Foto: zvg

„Es bleibt ein Geheimnis“, sagt Thomas Bänziger zum Plüschaffen Joko, als die beiden im Gespräch die Dreieinigkeit Gottes ergründen wollen. Genau genommen ist es ein Selbstgespräch, denn der Pfarrer und Doktor in Theologie, Thomas Bänziger, wird einmal pro Jahr an der Kinderkonferenz der Stiftung Schleife zum Bauchredner. „Kompliziert…“, findet es Joko mit seiner hohen Stimme. Am Beispiel der Sonne konnten die Kinder das mit dem dreieinigen Gott dann doch verstehen: Der Vater als Sonne, der seine Strahlen – Jesus – zu uns sendet und dessen Kraft – den Heiligen Geist – wir spüren können.

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Kinder, Geschwister und Freunde von Gott

„Gott hat uns wie ein Spiegelbild von sich selber erschaffen“, erklärte Ilona Ingold, Leiterin der Kinderkonferenz. Jeder sei einzigartig und habe eine Mischung von Gott in sich. „Gott wollte Menschen, mit denen er austauschen und Familie leben kann“, ergänzte sie, „wir sind seine Familie: Die Kinder des Vaters, Geschwister und Freunde von Jesus und Freunde des Heiligen Geistes.“ In kleinen Gruppen gingen die über 100 Kinder den Fragen rund um die Dreieinigkeit nach. Schwungvoller Lobpreis, mitreissende Spiele, knallende Experimente, Kreativität, Workshops und vieles mehr machten den teilnehmenden Kindern grossen Spass.

Den Teenager in Jerusalem suchen

Zur gleichen Zeit befassten sich gegen 30 Eltern mit dem Thema „Komm in unser Boot!“. Dazu Werner Tanner, Leiter Familienwerkstatt der Stiftung Schleife: „Kinder brauchen die Geborgenheit und den Schutz des Elternhauses. Auch in der Ablösungsphase.“ Anhand der Geschichte des 12-jährigen Jesus, der in Jerusalem verloren ging und von Maria und Josef gesucht werden musste, zeigte er auf: Es ist notwendig, dass Eltern den Kindern nachgehen und sie wieder ins Boot holen. Mehr noch: Die ganze Familie soll im Boot des himmlischen Vaters sein und bleiben. Dabei helfen Familienversammlungen, Herz teilen, Gebet und weiteres.

Kinder in allen Bereichen ins Boot holen

Christine Fuchs, Verantwortliche für Seminare und Konferenzen der Familienwerkstatt, ermutigte die Teilnehmenden dazu, die Kinder in allen Lebensbereichen mit ins Boot zu holen. Das Essen zählt sie ebenso dazu wie Freizeitaktivitäten. Action und Unterhaltung wie der Besuch im Wasserpark sollten eine Ausnahme bleiben: „Es ist nicht die Aufgabe der Eltern, die Kinder immer bei Laune zu halten.“ Zudem sei das gemeinsame Arbeiten in Haushalt und Garten wertvoll. Auch sei es wichtig, dem himmlischen Vater zu vertrauen bei Ungerechtigkeiten, die den Kindern widerfahren: „Er sorgt für uns.“

(Jonas Munz/Stiftung Schleife)

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