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Aidlinger Diakonissen
06. Januar 2018

An Jesus als „den guten Hirten“ glauben

Die Oberin der Aidlinger Diakonissen, Schwester Regine Mohr. Foto: idea/Peter Grasse
Die Oberin der Aidlinger Diakonissen, Schwester Regine Mohr. Foto: idea/Peter Grasse

Stuttgart (idea) – Für die mehr als 240 Aidlinger Diakonissen bleibt Jesus Christus der „gute Hirte“. Das bekräftigten die Schwestern bei ihrem Jahrestreffen am 6. Januar in Stuttgart. Die Veranstaltung hatte das vom alttestamentlichen Psalm 23 („Der Herr ist mein Hirte“) abgeleitete Thema „Gutes erwarten!“. Vor rund 1.900 Besuchern sagte die Oberin, Schwester Regine Mohr, dass die Gewissheit, von einem guten Hirten geführt zu werden, jedem Glaubenden eine einzigartige Würde gebe. Das Vertrauen zu Jesus Christus bringe Sicherheit und Orientierung, forme Haltungen und bestimme das Verhalten. Dies gelte für alle Christen, könne aber in einer Gruppe intensiver als durch Einzelne gestaltet werden. Die Schwesternschaft wolle Menschen zum Glauben an Jesus Christus einladen und seelsorgerlich begleiten. Wie die stellvertretende Oberin, Schwester Birgit Oewermann, sagte, bildet die Jugendarbeit einen Schwerpunkt. Eine christliche Prägung durch das Elternhaus sei nicht mehr selbstverständlich. Deshalb befassten sich die Pfingstjugendtreffen mit bis zu 10.000 Teilnehmern zunehmend mit den Grundlagen des Glaubens und seiner Umsetzung in den Alltag. Zwei Bibelschulprogramme hätten dasselbe Ziel, ebenso die Bibellesehilfe „Zeit mit Gott“ in einer Auflage von 35.000 Exemplaren und die Angebote des Gästehauses „Tannenhöhe“ in Villingen (Schwarzwald). Das in Aidlingen bei Stuttgart ansässige Diakonissenmutterhaus wurde 1927 von Christa von Viebahn (1873–1955) gegründet, „um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen“. Seit Dezember steht die 54-jährige Religionspädagogin Regine Mohr an der Spitze. Sie war zuvor Stellvertreterin von Schwester Renate Kraus, die 13 Jahre als Oberin amtierte.

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Auch Führungskräfte sollen sich von Jesus führen lassen

In der Festpredigt über den „guten Hirten“ betonte der Rektor der Internationalen Hochschule Liebenzell (Bad Liebenzell/Nordschwarzwald), Prof. Volker Gäckle, dass auch Führungskräfte sich von Jesus Christus führen lassen sollten. Voraussetzung für geistliche Vollmacht sei die Einsicht, auf Kritik, Korrektur und Führung angewiesen zu sein. Ohne göttliche Wegweisung gingen Menschen unweigerlich in die Irre. Gäckle ermutigte die Zuhörer, Gott in guten wie unverständlichen Situationen treu zu bleiben. Die Tragfähigkeit des Glaubens habe sich auf Intensivstationen, in Gefängnissen und Hospizen ebenso wie an offenen Gräbern zu bewähren. Die Überzeugung, einen guten Hirten zu haben, mache erfahrungsgemäß weder krank noch depressiv, sondern sei eine „lebensverändernde, alltagsrelevante und Hoffnung spendende Kraft“. Sie müsse zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung führen.

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