Sonntag • 25. Februar
Willow-Creek-Kongress in Dortmund
08. Februar 2018

Christen sollten auch beim Streiten ein Vorbild sein

Der Gründer der Willow-Creek-Gemeinde in South Barrington, Bill Hybels, sprach vor rund 10.000 Teilnehmern des Leitungskongresses in Dortmund. Foto: Marc Gilgen/Willow Creek
Der Gründer der Willow-Creek-Gemeinde in South Barrington, Bill Hybels, sprach vor rund 10.000 Teilnehmern des Leitungskongresses in Dortmund. Foto: Marc Gilgen/Willow Creek

Dortmund (idea) – Christen sollten sich auch bei Meinungsverschiedenheiten gegenseitig respektieren. Dazu hat der Gründer der Willow-Creek-Gemeinde in South Barrington (bei Chicago), Bill Hybels, aufgerufen. Das gelte insbesondere für die Gemeindeleiter. Sie müssten „darin Vorbild sein, sich nicht gegenseitig aufgrund verschiedener Meinungen zu dämonisieren“, sagte Hybels zum Auftakt des Willow-Creek-Leitungskongresses am 8. Februar vor rund 9.800 Teilnehmern in Dortmund. Respekt für die Mitmenschen sei besonders wichtig in einer Zeit, in der die Debatten in Fernsehen und Sozialen Medien zunehmend in Streit mündeten. Deshalb sollten Gemeindeleiter „Begriffe aus ihrem Wortschatz streichen, die Menschen klein machen oder die einen Streit eskalieren lassen“. Hybels empfahl den Zuhörern, „nie das Erste zu sagen, was ihnen in den Sinn kommt“, sondern sich ihre Meinung sorgfältig zu bilden. Wichtig sei, „gut zuzuhören und Gespräche nicht zu dominieren“. Für christliche Leiter komme es außerdem nicht nur darauf an, sich gegenseitig zu tolerieren: „Legt euch vielmehr ins Zeug, einander zu verstehen!“ Willow Creek ist eine 1975 von Hybels gegründete protestantische Gemeinde mit inzwischen etwa 25.000 Besuchern pro Woche. Sie ist wegen ihrer Attraktivität für kirchenferne Menschen international bekannt. Nach ihrem Vorbild arbeiten weltweit etwa 10.000 Gemeinden, die zum internationalen Willow-Creek-Netz zählen.

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Kongress startet mit Teilnehmerrekord

Der Vorsitzende von Willow Creek Deutschland, Ulrich Eggers (Cuxhaven), sagte, der Kongress in Dortmund sei der größte in der 22-jährigen Geschichte der Bewegung in Deutschland. Neben den Teilnehmern in Dortmund verfolgten rund 2.300 Personen Live-Übertragungen auf Großbildleinwänden in Bergneustadt, Bremen, Bretten, Karlsruhe, Neumünster und Leipzig. Rund 32 Prozent der Kongressteilnehmer stammten aus den evangelischen Landeskirchen. Die anderen Teilnehmer kämen größtenteils aus den evangelischen Freikirchen. Rund 1.500 Besucher seien unter 30 Jahre alt.

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