Donnerstag • 19. Oktober
Jesus Parade
09. Oktober 2017

Eine „Street Parade“ für Jesus

Fröhliche Teilnehmer machen in der Innenstadt von Zürich auf Jesus aufmerksam. Foto: Jesus Parade
Fröhliche Teilnehmer machen in der Innenstadt von Zürich auf Jesus aufmerksam. Foto: Jesus Parade

Zürich (idea) - Die "Jesus Parade" in Zürich will an eine grosse Tradition aus den 1980er und 1990er Jahren anschliessen. Im Mai 1987 gingen 15000 Personen für Jesus auf die Strassen von London. Es folgten Jesus-Märsche in ganz Europa, 1992 bis 94 auch in Bern und Zürich. Am vergangenen Samstag eröffnete Thomas Ucar, der Präsident des Vereins "Jesus Parade" auf dem Helvetiaplatz die diesjährige überkonfessionelle Kundgebung.  Als Erstes folgte eine Lobpreiszeit mit einer Band aus der tamilischen TCF-Church. Andy Schär erzählte, wie ihn Jesus vor dem Suizid gerettet hat. Sein Bericht bewegte. Um 14.30 Uhr machten sich die Teilnehmer dann mit Bannern und Ballons auf den Weg. Die Steel-Band Samba-Shine-Jesus von der CEIZS-Church gab den Takt an und begleitete die Marschierenden durch die Innenstadt von Zürich.

ANZEIGE

Gehört Jesus auf die Strassen?

Die Parade kommt an vielen Cafés vorbei. Ein Geschäftsmann meint, der Name Jesus und auch Worte wie Sünde gehörten nicht auf die Strasse. Thomas Ucar widerspricht: "In der Schweiz vergessen viele, dass das Land seine Wurzeln im christlichen Glauben hat. Der Name Jesus wird hier kaum noch ausgesprochen." Darum freue er sich, dass Jesus in Zürichs Banken- und Einkaufsviertel für rund eine Stunde Gesprächsthema Nummer eins sei.

Christsein soll sichtbar sein

Gegen 16 Uhr kehrten die Teilnehmer der Jesus Parade trommelnd und trillernd zum Helvetiaplatz zurück, wo Inputs, Gebete und Lobpreislieder folgten. Das gemeinsame Statement lautete: "Christsein soll sichtbar und hörbar sein". So betonte Pensy Low-Schümperli (Leiterin "Gebetskette") die Wichtigkeit des Gebets. Simon Blum, Geschäftsmann und Pastor der CEIZS, sprach über die Wichtigkeit, einen mutigen und christusähnlichen Lebensstil zu führen, um die Gesellschaft positiv zu beeinflussen. Das letzte Statement kam von EDU-Kantonsrat Hans Egli. Er sprach über Missstände in der Welt und von Christen, die nicht wegsehen dürfen. Egli mahnte: "Christen müssen in der Politik mehr vertreten sein. Wir wollen, dass Gott mehr Einfluss in unserem Staat erhält."

Das Organisationskomitee um Thomas Ucar zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Jesus Parade. Ucar: "Wir planen bereits für 2018 und sind überzeugt, dass Gott Grosses vorbereitet hat." (Vera Rüttimann/kath.ch/idea/rh)

 

 

Diskutieren

Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen. Nach dem Erscheinen eines Artikels kann dieser fünf Tage kommentiert werden.