Sonntag • 21. April
Brief überreicht
22. März 2019

Deutscher Allianz-Vorsitzender Vetter beim Papst

Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Pastor Ekkehart Vetter, beim Gespräch mit Papst Franziskus. Foto: Sabine Vetter
Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Pastor Ekkehart Vetter, beim Gespräch mit Papst Franziskus. Foto: Sabine Vetter

Rom (idea) – Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Pastor Ekkehart Vetter (Mülheim/Ruhr), hat die wöchentliche Generalaudienz des Papstes Franziskus am 20. März in Rom genutzt, um ihm einen Brief der Deutschen Evangelischen Allianz zu überreichen. Darüber berichtet Vetter im sozialen Netzwerk Facebook. Er hielt sich privat in Rom auf. Vetter ist seit 2003 auch Präses des rund 4.500 Mitglieder zählenden Mülheimer Verbandes Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden.

ANZEIGE

Die fünf Ziele der Evangelischen Allianz

In dem Brief drückt Vetter seine Freude darüber aus, dass innerhalb der Deutschen Evangelischen Allianz „auch vermehrt katholische Schwestern und Brüder mitwirken“. Er weist darauf hin, dass „evangelisch“ innerhalb der Evangelischen Allianz nicht konfessionell verstanden werde: „Wir betonen das Evangelium als Zentrum unseres Glaubens und unserer Arbeit.“ Ausdrücklich schildert Vetter fünf Ziele der Allianz: „1. Wir beten und arbeiten für wachsende Einheit der Christen. 2. Wir sind eine Gebetsbewegung. 3. Wir wollen die Bibel in einer mehr und mehr säkularisierten Welt bekanntmachen. 4. Mission und Evangelisation gehören in unseren Fokus. 5. Wir nehmen gesellschaftliche Verantwortung auf unterschiedlichen Ebenen wahr.“

Dank an den Papst für dessen Haltung zu Mission, Menschenwürde und Ehe

Ferner dankt Vetter dem Papst für sein Eintreten für Anliegen, „die uns ebenfalls sehr wichtig sind“. Dies gelte etwa für Aussagen, dass Mission zutiefst zum Wesen der Kirche gehöre, die Würde des menschlichen Lebens von der Zeugung bis hin zu einem natürlichen Tod gelte und die Ehe als Verbindung von Mann und Frau heilig sei.

Papst bittet Allianzvorsitzenden: „Bitte beten Sie für mich!“

Vetter verweist ferner darauf, dass es zwischen der römisch-katholischen Kirche und der weltweiten evangelikalen Bewegung zahlreiche gemeinsame Ziele gebe. Sie sollten die Basis für eine weitere Zusammenarbeit sein. Zur Begründung nennt er eine Bibelstelle (Johannes 17,21): „Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, auf dass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“ Vetter weiter: „Die sich immer mehr säkularisierende Gesellschaft in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern braucht das Evangelium von der rettenden Gnade Gottes durch das Erlösungswerk Jesu Christi.“ Der Brief ist nach Vetters Worten auf Deutsch, Englisch und Spanisch verfasst. Er habe bei der Übergabe des Schreibens nur wenige Worte mit dem Papst persönlich wechseln können. Doch Franziskus habe ihn am Ende der Begegnung gebeten: „Bitte beten Sie für mich!“

Diskutieren

Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen. Nach dem Erscheinen eines Artikels kann dieser 48 Stunden kommentiert werden.

32 Kommentare
Kommentare sind ausgeblendet.
Zum Einblenden der Kommentare hier klicken.