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Gemeinde leitet Untersuchung ein

08.10.2021

Bild: Webseite der Gemeinde Hof Oberkirch.
Bild: Webseite der Gemeinde Hof Oberkirch.

Kaltbrunn (IDEA) – Die Evangelische Gemeinde Hof Oberkirch (EGOH) in Kaltbrunn SG hat sich neben anderen europäischen Gemeinden im Frühling 2019 von der Kwa Sizabantu Mission (KSB) in Südafrika getrennt (IDEA berichtete). Seither sind sie als eigenständige Kirchen unterwegs. Hintergrund sind Vorwürfe gegen die KSB in Südafrika. Es geht um Korruption und Missbrauch. Nun teilt die Gemeinde mit, dass sie eine unabhängige Untersuchung einleitet. Diese soll der Frage nachgehen, ob es auch in der Schweizer Gemeinde vor der Trennung von der KSB zu Verfehlungen gekommen sei. Die Untersuchung steht unter der Leitung des ehemaligen Bundesrichters und heutigen Partners der Rechtsanwaltskanzlei Capt Zollinger, Niklaus Oberholzer, und seines Büropartners David Zollinger. Sie werden den Prozess im Rahmen einer externen, unabhängigen Untersuchung führen und bewerten. Niklaus Oberholzer und David Zollinger erhalten Zugang zu allen alten und neuen Akten und werden einen Schlussbericht mit Empfehlungen erstellen.

Schlussbericht im Frühjahr 2022

Zum Vorgehen teilt die EGHO mit, zunächst würden alle Gemeindemitglieder schriftlich nach möglichen beobachteten oder erfahrenen Verfehlungen befragt. Die Christliche Schule Linth hat beschlossen, sich der internen Untersuchung anzuschliessen, um die Geschichte seit der Gründung 1995 bis zum Leitungswechsel in den frühen 2000er-Jahre aufzuarbeiten. Die Untersuchung wird in den kommenden Wochen beginnen. Ein Abschlussbericht wird für das Frühjahr 2022 in Aussicht gestellt.  

Die Vergangenheit aufarbeiten

„Wir wollen aktiv mögliche Themen der Vergangenheit mit einer externen, unabhängigen Untersuchung aufarbeiten, um Klarheit für die Zukunft zu haben“, erklärt Othmar Voser, Präsident der Evangelischen Gemeinde Hof Oberkirch. Darüber hinaus wolle man die Erkenntnisse der Experten nutzen, „um uns in Zukunft noch besser aufstellen zu können“. Man wolle mögliche Fehler und Verfehlungen vermeiden, bevor sie überhaupt gemacht werden könnten, so Voser. Sollten die Untersuchungen bei der EGHO zu Erkenntnissen führen, die für die Ermittlungen der staatlichen südafrikanischen Stellen von Interesse sein könnten, sollen diese für die Aufklärung der Vorwürfe gegen die KSB Mission zur Verfügung gestellt werden.

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