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Kolumne

Dumm wie Brot!

25.03.2022

Die heutige Brotgeschichte steht im Buch Josua, Kapitel 9. Die Einwohner der kanaanitischen Stadt Gibeon hatten soeben erfahren, dass das Volk Israel die Städte Jericho und Ai erobert hatte. Das erfüllte die Gibeoniter mit grosser Angst. Sie befürchteten, als nächste von Israel erobert und ausgelöscht zu werden, und dachten sich deshalb eine List aus: Sie gaben vor, ein Volk aus einem fernen Land zu sein, das sich mit Israel verbünden wollte. Und so zogen die Gibeoniter verkleidet den Israeliten entgegen. Unter anderem trugen sie vertrocknetes Brot in ihren Taschen mit, um den Anschein zu erwecken, sie wären schon tagelang unterwegs gewesen.

So trafen sie auf die Anführer von Israel und boten ihnen einen Bund an. Die Leiter Israels beurteilten die Situation rein sachlich und oberflächlich: Abgewetzte Kleidung und vertrocknetes Brot – dieses Volk musste von weit her gekommen sein! Diese menschlich logische Schlussfolgerung führte zu einer fatalen Fehlentscheidung: Israel schloss einen Bund mit den Gibeonitern, obwohl Gott ihnen strengstens verboten hatte, sich mit kanaanitischen Völkern zu verbünden.

Wir können uns jetzt die Hand an die Stirn schlagen über die naive Dummheit der Leiter Israels. Sollten wir uns aber nicht eher selbstkritisch hinterfragen, wo wir uns als Leiter in unseren Entscheidungen immer wieder zu sehr auf Logik, Erfahrung und Verstand verlassen? Nicht, dass wir unseren Verstand nicht einsetzen sollten. Sich aber allein darauf zu verlassen, kann gefährlich sein. Mit Gott und durch seinen Geist sehen wir hinter das vermeintlich Offensichtliche. Ohne ihn stehen wir plötzlich da wie die Leiter Israels in der Geschichte der Gibeoniter: dumm wie Brot!

Sprüche 3,5-6: „Verlass dich nicht auf deinen eigenen Verstand, sondern vertraue voll und ganz dem Herrn! Denke bei jedem Schritt an ihn; er zeigt dir den richtigen Weg und krönt dein Handeln mit Erfolg.“ (HFA)

Nicolas Legler ist Mitglied der Geschäftsleitung der Schöni Transport AG. nicolaslegler@gmail.com

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