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Besinnung nach der Covid-Abstimmung

30.11.2021

Kommt dies nach der Abstimmung? Foto: Pixabay
Kommt dies nach der Abstimmung? Foto: Pixabay

(IDEA/rh/dg) - Die Stimmbeteiligung von rund 65 Prozent zeigt das ausserordentliche Interesse, das speziell das Covid-19-Gesetz weckte. Das Gesetz fand bei älteren Personen die grösste Unterstützung. Ein Generationengraben tut sich auf. Gemäss einer Nachbefragung von Tamedia gaben 78 Prozent der über 65-Jährigen an, mit Ja gestimmt zu haben. Bei den 18- bis 34-Jährigen war es lediglich eine Minderheit von 44 Prozent. Zudem sind 60 Prozent der Befragten der Meinung, es brauche nun zusätzliche Massnahmen, die vor allem Ungeimpfte treffen würden. Im Tages-Anzeiger forderte ein Kommentator bereits eine Abstimmung über eine Impfpflicht. Die NZZ schreibt von einer „bitteren Niederlage der SVP“. Offenbar habe das Engagement der grössten Partei nichts gebracht: „Die Corona-Skeptiker-Bewegungen drohen der SVP am rechten Rand das Wasser abzugraben.“

Reaktionen von EVP und EDU

Die EVP sieht im Ja eine Unterstützung der „solidarischen Massnahmen“ von Parlament und Regierung zur Bekämpfung der Pandemie und ihrer Folgen. Die Partei plädiert dafür, die gesetzliche Grundlage „weiterhin mit Augenmass und in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen so zu nutzen, dass auch in diesem Winter eine Überlastung des Gesundheitssystems sowie weitergehende drastische Massnahmen für die Gesamtbevölkerung verhindert werden können“.

Die EDU, die schweizweit über 300 000 Abstimmungszeitungen gegen das Gesetz hatte verteilen lassen, spricht sich für einen gezielten Schutz der Risikogruppen aus. Hingegen will sie insbesondere weder eine Impfpflicht noch die diskutierte Einführung der sogenannten 2G-Regel. Diese verdränge die Ungeimpften vollständig aus dem öffentlichen Leben, schliesse vom Arbeitsplatz aus und treibe in die Isolation. Das Durchimpfen von Kindern mache auch in Zukunft keinen Sinn, teilt die EDU mit.

Aufruf zur Besinnung

Peter Schneeberger, Präsident des Dachverbands Freikirchen.ch, legt den Fokus auf den Start in die besinnliche Zeit des Advents. Nach der Abstimmung gelte es zur Ruhe zu kommen und zum Wesentlichen zurückzukehren. Es gebe weder Gewinner noch Verlierer, sondern „nur den Wunsch und das Gebet, aus der Pandemie herauszufinden“. Persönlich werde er sich in den nächsten Wochen auf den christlichen Auftrag und die Verkündigung der Guten Nachricht konzentrieren. „Jesus Christus hat uns in dieser Welt besucht und ich freue mich, über diesen Besuch erzählen zu können.“  

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