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Bibelübersetzung
10. Februar 2016

„Tausende Verbesserungen“

Urs Stingelin:„Ich bin weniger impulsiv als Luther und habe nie ein Tintenfass nach dem Teufel geworfen.“ Fotos: zvg, Fontis
Urs Stingelin:„Ich bin weniger impulsiv als Luther und habe nie ein Tintenfass nach dem Teufel geworfen.“ Fotos: zvg, Fontis
Die Übersetzung „Hoffnung für alle“ wurde nach 13 Jahren gründlich revidiert. Warum müssen Bibeln in Abständen revidiert werden? Worauf wurde bei der „neuen“ HFA geachtet? Thomas Feuz sprach mit Urs Stingelin, dem Leiter des Übersetzerteams.

Die Bibel „Hoffnung für alle“ (HFA), aber auch die Luther-Übersetzung und andere wurden in letzter Zeit revidiert. Was sind die Gründe, Urs Stingelin?

Das kann von Fall zu Fall ganz unterschiedlich sein: Beim grossen Wechsel von der Lutherbibel 1912 – über die Zwischenversion von 1975 – zur Lutherbibel 1984 zum Beispiel spielte nebst inhaltlichen und sprachlichen Korrekturen die Frage nach der richtigen Textgrundlage eine entscheidende Rolle. Es ging um den Wechsel vom Textus Receptus zu Nestle-Aland. Die Lutherbibel 2017 soll nach Auskunft der Herausgeber genauer, verständlicher und wieder mehr „Luther“ sein.

Die im Herbst 2015 erschienene, neu rev...

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