Donnerstag • 25. Mai
Gemeinschaftstag
18. Mai 2017

Reise ins Land der Gemeinschaft

Podium: Markus Romann, Astrid Eichler, Frank Kepper, Irene Widmer-Huber, Sr. Doris Kellerhals. Foto: zvg
Podium: Markus Romann, Astrid Eichler, Frank Kepper, Irene Widmer-Huber, Sr. Doris Kellerhals. Foto: zvg
Das Thema „gemeinschaftliches Leben“ bewegt viele Christen. Die vielschichtigen Aspekte wurden am Samstag in Riehen beleuchtet. 

Zum Gemeinschaftstag mit dem Thema „Impulse für einen Lebensstil mit Zukunft“ trafen sich am vergangenen Samstag rund hundert Personen im Diakonissenhaus Riehen. Pastorin Astrid Eichler (Berlin), Bundesreferentin des Single-Netzwerks „Solo&Co“, nahm die Teilnehmenden mit auf eine Reise in das Land Gemeinschaft. Sie stellte vier Provinzen vor, die es dabei zu entdecken gibt: unterschiedliche Gemeinschaftsmodelle, die Bedeutung der Persönlichkeit(en) und Biografien, die Werte der Gemeinschaft und die notwendigen Vereinbarungen. Eine kleine „Stadt im Lande“ stellen die Konflikte dar. Dieses Thema vertiefte die Referentin im Seminarteil und stellte biblische Geschichten und konstruktive Bewältigungswege vor. Konflikte sind für Astrid Eichler wie eine Schule: „Gott mutet uns Konflikte zu, damit wir lernen und reifen.“

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Viele neue Kraftorte sollen entstehen

Thomas Widmer-Huber, Leiter der Gemeinschaft Ensemble und der Fachstelle Gemeinschaftliches Leben (Verein Offene Tür), schloss sein Statement mit dem Wunsch, dass noch viele Gemeinschaften entstehen, in denen Gott angebetet wird und sich ein heilsamer Lebensraum mit Christus in der Mitte entwickelt: „Ich träume davon, dass noch viele neue Kraftorte entstehen, wo Menschen sich üben und gefördert werden, Gott und den Nächsten zu lieben – als attraktive Lebensräume mit Strahlkraft in unsere Gesellschaft hinein.“

Auch Singles brauchen Gemeinschaft

Zu den Höhepunkten des Tages gehörte das Podiumsgespräch, moderiert von Frank Kepper, Pastor der FEG Riehen. Markus Romann, Mitbewohner einer Hausgemeinschaft in Waldruh bei Böckten/BL, betonte, dass das Leben in Gemeinschaft für Singles erst recht bedeutsam sei. Das biblische Wort „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“ beziehe sich nicht nur auf die Ehe, sondern habe auch eine Relevanz für Alleinstehende. Laut Sr. Doris Kellerhals, Oberin der Kommunität Diakonissenhaus Riehen, brauchen die kommunitären Gemeinschaften beständige Erneuerung. Im Blick auf die Zukunft denke sie an monastisch-klösterliche Gemeinschaften wie auch an ganz neue Formen.

Charakterliches und geistliches Wachstum

Astrid Eichler wies auf eine Umfrage hin, unter Personen, die langjährig in Gemeinschaft leben. Diese habe ergeben, dass der Gewinn des gemeinschaftlichen Lebens primär das charakterliche und geistliche Wachstum sei. Darüber hinaus gehe es darum, einander ein Zuhause zu schaffen. Dazu brauche es für die Zukunft ganz verschiedene Gemeinschaftsmodelle.

Drei Veranstalter hatten gemeinsam zum Gemeinschaftstag eingeladen: die Fachstelle Gemeinschaftliches Leben Riehen, die Singles-Bewegung „Solo&Co“ Schweiz und als Gastgeberin die Kommunität Diakonissenhaus Riehen. (tw) 

www.offenetuer.ch

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