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MEOS
25. September 2020

Interkulturelles Wirken in der aktuellen Situation

Johannes Müller (li. oben) bei einem Seminar und MEOS-Leiter Niklaus Meier (li. unten) engagieren sich für ganzheitliche Begleitung von Migranten. Bilder: zvg
Johannes Müller (li. oben) bei einem Seminar und MEOS-Leiter Niklaus Meier (li. unten) engagieren sich für ganzheitliche Begleitung von Migranten. Bilder: zvg
Die Förderung von interkulturellen Kompetenzen ist ein Herzensanliegen von MEOS. Die vielschichtig zum Wohl von Migranten tätige Organisation will Multiplikator sein.

Adliswil (idea/Top-Publi) - „Unser Anliegen ist es, Migranten ganzheitlich zu begleiten“, sagt Johannes Müller, Mitglied des MEOS-Leitungsteams. „Damit dies möglich wird, fördern wir interkulturelle Kompetenzen, indem wir unter anderem zahlreiche Tagesseminare und Kurse mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten anbieten.“

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Interkulturelle Bildung aus einer Hand

Bereits vor 15 Jahren startete MEOS-Mitarbeiter Kurt Beutler den mittlerweile breit akzeptierten Zamzam-Kurs unter dem Motto „Muslime verstehen und lieben lernen“. Im Zuge des Ausbaus der Aktivitäten wurden die Kurse in den vergangenen Jahren durch den MEOS-Dienst Christen begegnen Muslimen (CM) koordiniert. Parallel dazu rief die Arbeitsgemeinschaft interkulturell der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) ab Herbst 2016 den Schweizer Ableger der „Integrationsbegleiterausbildung“ ins Leben, an dem auch MEOS-Referenten beteiligt waren.
Um Synergien besser nutzen zu können, wurden diese beiden Tagesseminar-Reihen ab September 2020 zur „interkulturellen Weiterbildung“ verschmolzen. MEOS ist an dem gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft interkulturell und CM angebotenen Kursprogramm tragend beteiligt. Denn 11 der 16 Tagesseminare werden von den MEOS-Mitarbeitenden Joshua Haverland, Markus Frauchiger, Kurt Beutler, Johannes und Barbara Müller gestaltet. MEOS übernimmt die Teilnehmeradministration und stellt Schulungsräume zur Verfügung.

Modulares Kursprogramm

Mit den einzeln buchbaren Tagesseminaren werden vor allem Einzelpersonen angesprochen, welche mit ausländischen Mitbürgern zu tun haben und dabei tiefere Einblicke in die für uns fremden Kulturen erhalten möchten. Aus den insgesamt 16 Kursen lässt sich modulartig ein individuelles, auf die Bedürfnisse des Teilnehmerkreises abgestimmtes Kursprogramm mit zehn Kurstagen zusammenstellen. Dabei spricht MEOS schwerpunktmässig Menschen in Kirchgemeinden und anderen Institutionen an, welche ihren Fokus beispielsweise auf die Begleitung von Migranten gelegt haben. Das MEOS-Schulungsangebot ist jedoch für alle Interessierten offen.

Kompetente Beratung

Damit der Multiplikationsfaktor erfolgreich zum Tragen kommen kann, setzt MEOS stark auf die Beratung. Johannes Müller: „Denn wir wollen, dass die vermittelten Botschaften Früchte tragen – und Menschen mit ausländischen Wurzeln vom Wirken von Jesus Christus erfahren können. Damit dies bestmöglich gelingen kann, gestalten wir für interessierte Gruppen auch Schulungen und Seminare, die ihren Bedürfnissen entsprechen.“

Die Vielfalt von MEOS

Menschen aus vielen Ländern leben in der Schweiz. MEOS – von Niklaus Meier geleitet – setzt interkulturelle Kompetenzen und Ressourcen ein, um Migrantinnen und Migranten ganzheitlich zu begleiten und Gottes Liebe und seine Fürsorge über Kulturgrenzen weiterzugegeben. Dazu gehört auch die Förderung von interkulturellen Kompetenzen in christlichen Kirchen und Initiativen. MEOS berät in Asyl- und Migrationsfragen, fördert das interkulturelle Coach ing, begleitet Migranten insbesondere aus dem islamischen Hintergrund, macht sich stark bei der Trauma-Bewältigung, fördert die Integration durch vielfältige Freizeitangebote, besucht Gefangene und führt Deutschkurse durch. Das Angebot wird mit Literatur und digitalen Medien in über 100 Sprachen abgerundet.

www.meos.ch; www.interculturel.info

(Autor: Daniel Wagner)