Freitag • 18. Januar
Reportage
13. Dezember 2018

Gestrandet in Bidibidi

Obwohl Uganda eines der ärmsten Länder der Welt ist, hat der ostafrikanische Staat mehr als eine Million Flüchtlinge vor allem aus dem Südsudan aufgenommen. Die Menschen sind zumeist bitterarm und könnten sich eine Flucht über das Mittelmeer nach Europa nicht leisten. idea-Redaktionsleiterin Daniela Städter hat ein Team des Kinderhilfswerkes World Vision begleitet und unter anderem das Camp „Bidibidi“ im Norden des Landes besucht, das mit 220.000 Flüchtlingen zu den größten der Welt gehört.

Dennis sitzt auf einem Plastikstuhl vor einem kleinen Backsteinhaus. Der 15-Jährige richtet den Blick in die Ferne, als er mit monotoner Stimme beginnt, von seinen schlimmen Erlebnissen im seit 2013 bürgerkriegsgeplagten Südsudan zu berichten. Seine Eltern wurden ermordet, er hat mitansehen müssen, wie seine Mutter erschossen wurde. Mit seinen beiden Brüdern verließ er überstürzt sein Heimatdorf, die Schwester verloren sie in dem Chaos. Den dreien blieb damals nur noch die Kleidung, die sie gerade trugen. Auf dem Weg zur ugandischen Grenze trafen sie auf Harriet und ihre drei Kinder, die ebenfalls auf der Flucht, aber etwas besser ausgestattet waren. Die Waisen baten die junge Fra...

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