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Sorgentelefon
07. Februar 2018

Die „Dargebotene Hand“ berät vermehrt auch online

Online-Beratung 2017 Grafik: © Die Dargebotene Hand
Online-Beratung 2017 Grafik: © Die Dargebotene Hand

Die Online-Nachfrage wächst, meldet die als „Sorgentelefon“ bekannte Organisation „Dargebotene Hand“ (5. Februar). Meist meldeten sich auf diesem Weg jüngere Menschen, Suizid sei häufiger ein Thema. Gespräche blieben aber das zentrale Angebot der Telefonnummer 143.

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Die „Dargebotene Hand„ verzeichnet für das Jahr 2017 eine leichte Zunahme bei den Telefonberatungen. Über 170.000 Telefongespräche verzeichnete die Organisation laut einer Mitteilung vom 5. Februar. Diese haben gegenüber dem Vorjahr um rund 3 Prozent zugenommen.

Nicht alle Chat-Anfragen bewältigen

Deutlicher ist die Zunahme jedoch bei den Onlineberatungen. Dort haben die Kontakte um fast 15 Prozent zugenommen. Allerdings ist der Online-Anteil mit 6.158 Kontakten deutlich kleiner als die Anzahl Telefonate. Doch er wächst.

Die Regionalstellen können gemäss Mitteilung längst nicht alle Chat-Anfragen bewältigen. Entsprechend wolle die «Dargebotene Hand» in den kommenden Jahren ihr Online-Angebot stärken, bestätigt Geschäftsführer Franco Baumgartner gegenüber ref.ch.

Tabu-Themen häufiger online

Die Onlineberatung, die aus Mail- und Chatkontakten besteht, werde von deutlich jüngeren Menschen genutzt als das traditionelle Telefonangebot, schreibt die Organisation in ihrer Mitteilung.  Ausserdem würden tabuisierte Themen wie Suizid online eher angesprochen. Das habe durchaus auch mit der Anonymität des Mediums zu tun, sagt Baumgartner.

Laut Medienmitteilungen spielte in den Telefongesprächen Suizid in rund 1,5 Prozent mehr oder weniger eine Rolle. „Am Telefon wird allerdings nicht grundsätzlich seltener über Suizid gesprochen als online“, sagt Baumgartner. „Wir sprechen mit den Hilfesuchenden über eine breite Palette an Themen. Bei rund 170.000 Gesprächen fallen dann die Suizidgespräche statistisch weniger ins Gewicht“, erklärt Baumgartner.

Mail an Suizidgefährdete

Nach wie vor gibt es auf Facebook die Möglichkeit, an suizidgefährdete Menschen in der Schweiz eine Mail zu schicken, die zum Gespräch mit der „Dargebotenen Hand“ einlädt. Facebook führte die Funktion 2012 ein. 2013 hatten jedoch nur 27 User diese Einladung verschickt, wie die Organisation damals meldete. Unterdessen informiere Facebook aber nicht mehr über die Zahlen, sagt Baumgartner. (kath.ch/ref.ch)

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