Montag • 21. Oktober
Gedankenstrich
15. September 2019

Chancengleichheit

Ein Tattoo auf dem linken Unterarm: "Erwarte nichts. Vertraue niemandem."

Das hat mich aufgerüttelt. Eine Promibeziehung geht auseinander. Fremdgeher. Vertrauensbruch. Tiefe Verletzung. Und dann als Reaktion das Tattoo auf dem linken Unterarm: "Erwarte nichts. Vertraue niemandem."

Ich will nichts schönreden. Fremdgehen schon gar nicht. Menschen zu verletzen ist kein Kavaliersdelikt. Trotzdem - ist es hilfreich, niemandem mehr zu vertrauen? Sterben wir nicht ein wenig, wenn wir nichts mehr erwarten? Ist es nicht besser, auch einmal enttäuscht zu werden, statt überhaupt nicht mehr zu träumen? Wer offen mit Menschen unterwegs ist, erlebt grossartige Augenblicke. Aber er wird dadurch auch verletzlich. Vertrauen kann missbraucht werden.

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