Mittwoch • 24. Juli
Einsprache des Stadtrates
03. Juli 2019

Zürcher Stadtrat ist weiterhin gegen den Marsch beim "Marsch fürs Läbe"

2015 marschierte der
2015 marschierte der "Marsch fürs Läbe" zum letzten Mal in Zürich. Allerdings damals in ein Aussenquartier verbannt. Bild: Marsch fürs Läbe

Zürich (idea/dg) - Der Zürcher Stadtrat lässt es nicht auf sich sitzen, dass der Statthalter gegen seinen Willen einen Demonstrationsumzug beim "10. Marsch fürs Läbe" vom 14. September 2019 bewilligt hat. Der Stadtrat entschied am 3. Juli, die Bewilligung anzufechten. Er habe nach wie vor Sicherheitsbedenken, "wenn ein Demonstrationsumzug durchgeführt wird", schreibt er in einer Mitteilung. "Zudem wrft die vom Statthalteramt vorgegebene Umzugsroute Fragen auf."

ANZEIGE

Gesuch für eine Gegendemo

Derweil reichte die Juso laut NZZ bei der zuständigen Abteilung der Stadtpolizei ein Gesuch für eine Gegendemonstration ein. Darin begründen die Juso: "Durch unsere Gegendemonstration wollen wir aufzeigen, dass Zürich eine tolerante, weltoffene Stadt ist und die Meinung solcher christlichen Fundamentalisten nicht teilt." Am "Marsch fürs Läbe" würden "mittelalterliche Werte" verbreitet.

Menschen mit Down Syndrom im Fokus

Der Marsch fürs Läbe lässt 2019 unter dem Thema "Danke, dass ich leben darf!" gemäss Ankündigung Flyer Menschen zu Wort kommen, "die entweder selber ein Down Syndrom haben, oder Männer und Frauen, welche im familiären oder beruflichen Umfeld Mitmenschen mit einem Down Syndrom begleiten". Zusätzlich werde die Kundgebung Bezug nehmen auf den Sachverhalt, dass rund 90 Prozent der Ungeborenen mit dem Befund "Trisomie 21" abgetrieben werden. Die Kundgebung werde auch politische Massnahmen zur Diskussion stellen, wie die Situation verbessert werden könne und Kinder mit Down Syndrom wieder uneingeschränktes Recht erhalten, geboren zu werden.

Diskutieren

Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen. Nach dem Erscheinen eines Artikels kann dieser 48 Stunden kommentiert werden.