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Vizepräsident Pence
13. Mai 2017

USA wollen den verfolgten Christen in aller Welt helfen

US-Vizepräsident Mike Pence auf dem „Weltgipfeltreffens zur Verteidigung verfolgter Christen“. Screenshot: CBN News
US-Vizepräsident Mike Pence auf dem „Weltgipfeltreffens zur Verteidigung verfolgter Christen“. Screenshot: CBN News

Washington (idea) – US-Vizepräsident Mike Pence hat den verfolgten Christen in aller Welt seine Unterstützung zugesagt – und die von Präsident Donald Trump. Ferner versprach er, dass die US-Truppen gemeinsam mit ihren Verbündeten im Nahen Osten die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) vernichten würden. Pence war der Hauptredner eines ersten „Weltgipfeltreffens zur Verteidigung verfolgter Christen“ in Washington. Die von dem Präsidenten der Billy-Graham-Gesellschaft und des Hilfswerks „Samaritans Purse“ (Geldbörse des Samariters), Franklin Graham (Charlotte/Bundesstaat Nord Carolina), einberufene Konferenz vom 10. bis 13. Mai zählte 600 Teilnehmer aus 130 Ländern. Pence zufolge werden Christen in vielen Regionen der Erde bedrängt. Das sei ihnen schon in der Bibel vorhergesagt worden. Aktuell würden es über 215 Millionen Christen in mehr als 100 Ländern erfahren. „Nirgendwo in der Welt werden die Übergriffe deutlicher als in den Ländern, in denen das Christentum geboren wurde“, sagte Pence unter Bezug auf den Nahen Osten. Er erinnerte an zwei Bombenattentate des IS auf zwei Kirchen in Ägypten an Palmsonntag, bei denen 44 Christen getötet und 126 verletzt wurden. Auch in Syrien und Irak würden Christen Opfer von Gräueltaten.

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IS-Terroristen sind „die Verkörperung des Bösen“

Die Organisatoren und Täter dieser Anschläge nannte Pence „die Verkörperung des Bösen in unserer Zeit“. Das gelte vor allem für die Angehörigen des IS: „Das sind Barbaren.“ Sie seien schuldig „des Völkermordes an Christen“. Pence zufolge ist die Zahl der Christen als Folge der Übergriffe im Irak um 80 Prozent zurückgegangen. Auch in Syrien sei sie „in den letzten sechs Jahren dramatisch gesunken“. Er versicherte den Opfern, dass die Menschen in den USA und Präsident Trump für sie beten würden. Und er fügte hinzu: „Wir werden nicht ruhen, bis wir den IS zur Strecke gebracht haben.“ Konferenzorganisator Graham würdigte Trump als „Champion“ der Religionsfreiheit. Er werde Amerikas Rolle als „Leuchtfeuer der Hoffnung und der Freiheit“ erneuern.

Ägyptischer Bischof erinnerte an ermordete Kopten

Der anglikanische Bischof in Ägypten, Mouneer Anis (Kairo), erinnerte an die 20 ägyptischen Kopten, die vom Angehörigen des IS im Februar 2015 in Libyen geköpft worden waren. Das 21. Opfer sei ein Christ aus dem Tschad gewesen. Er sei von dem Zeugnis und dem Bekennermut der Kopten so tief bewegt gewesen, dass er seinen christlichen Glauben ebenfalls nicht widerrufen habe. Vielmehr habe er bekannt: „Ihr Gott ist mein Gott.“ Daraufhin sei auch er getötet worden. Wie Anis weiter berichtete, hat er mit einer Mutter gesprochen, die durch die Tat zwei Söhne verlor. Sie habe ihm gegenüber bekannt: „Ich bete für die Mörder, dass Gott ihnen vergibt und sie auf den rechten Weg führt.“ Angehörige der Opfer waren unter den Teilnehmern der Tagung in Washington.

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