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Sudan
15. Juli 2020

Keine Todesstrafe mehr bei Abfall vom Islam

Im islamisch geprägten Sudan hat die Übergangsregierung den umstrittenen Apostasie-Paragraf aus dem Strafgesetzbuch gestrichen. Foto: pixabay.com
Im islamisch geprägten Sudan hat die Übergangsregierung den umstrittenen Apostasie-Paragraf aus dem Strafgesetzbuch gestrichen. Foto: pixabay.com

Khartum/Göttingen (idea) – Im islamisch geprägten Sudan hat die Übergangsregierung den umstrittenen Apostasie-Paragraf aus dem Strafgesetzbuch gestrichen. Damit wird der Abfall vom Islam künftig nicht mehr mit dem Tode bestraft.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (Göttingen) begrüßt diese Reform. „Dies ist ein wichtiger Schritt hin zur Gleichbehandlung der Religionen im Sudan“, sagte ihr Direktor, Ulrich Delius. Bis zu seinem Sturz im April 2019 hatte Präsident Omar al-Bashir über 30 Jahre lang die systematische Islamisierung der sudanesischen Gesellschaft vorangetrieben. Der 1991 eingeführte Apostasie-Paragraf war ein Überbleibsel dieser Politik.

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