Montag • 16. September
Juso demonstriert gegen Marsch fürs Läbe
11. September 2019

Stadt Zürich erlaubt den Juso Gegendemo

Bild: Marsch fürs Läbe
Bild: Marsch fürs Läbe

Zürich (idea/dg) - Die Juso werden am 14. September gegen den 10. Marsch fürs Läbe demonstrieren. Die Stadtpolizei ging auf ein entsprechendes Gesuch ein, wie sie auf Anfrage bestätigt. Während der Marsch fürs Läbe per Verfügung des Verwaltungsgerichts vom Turbinenplatz in der Nähe der Hardbrücke aus zu starten hat und durch den Kreis 5 ziehen wird, werden die Juso südlich vom Hauptbahnhof vom Helvetiaplatz aus durch den Kreis 4 ziehen können. Die Routen gibt die Stadt nicht bekannt.

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Flyer des Marsch fürs Läbe richtig gelesen?

Die Juso gehen in Ihrem Facebook-Aufruf zur Demo nicht auf das Thema des diesjährigen Marsch fürs Läbe ein, wo es um das Lebensrecht von ungeborenen Kindern mit Down Syndrom geht. Die Juso formulieren den allgemeinen Vorwurf: "Der Marsch propagiert irgendwelche sexistische Scheisse." Sie wollen deshalb "eine laute, bunte und friedliche Gegendemo auf die Beine stellen". Ausführlicher äussert sich Anna Luna Frauchiger, Co-Präsidentin der Juso Stadt Zürich, in einem Interview auf stadtfilter.ch. Die Plakate des diesjährigen Marsch fürs Läbe vermittelten den Eindruck, dass die Juso für die Abtreibung aller Kinder mit einer Behinderung sei. Dies sei aber nicht die Aussage der Juso. Wie Anna Luna Frauchiger zu diesem Eindruck kommt, ist unklar. Wer das Plakat und den Flyer des Marsch fürs Läbe durchschaut, findet nirgends einen Hinweis auf die Juso. Die Verantwortlichen des Marsch fürs Läbe erklären das Thema "Danke, dass ich leben darf!" einfach mit dem "Sachverhalt, dass ca. 90% der Ungeborenen mit dem Befund 'Trisomie 21' abgetrieben werden."

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