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Pfarrer
07. April 2019

Argentinien: Jede Woche ist eine Allianzgebetswoche

Der Pfarrer und Vorsitzende der Evangelischen Allianz Weimar, Michael Eggert, mit Christen aus Paraguay. Foto: Privat
Der Pfarrer und Vorsitzende der Evangelischen Allianz Weimar, Michael Eggert, mit Christen aus Paraguay. Foto: Privat

Weimar (idea) – In Argentinien findet jede Woche an einem anderen Ort eine Allianzgebetswoche statt. Das erfuhr der Pfarrer und Vorsitzende der Evangelischen Allianz Weimar, Michael Eggert (Weimar), bei seinem Besuch der Evangelischen Allianzen in den drei südamerikanischen Ländern Argentinien, Paraguay und Chile. Demnach dient jeweils eine andere Provinz Argentiniens als Austragungsort. „So kommt jede Provinz etwa zweimal im Jahr dran“, sagte Eggert gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Laut seinen Ansprechpartnern vor Ort gehören zu dem evangelikalen Dachverband in Argentinien (ACIERA) 15.000 Gemeinden. Zu ihren Aufgaben zähle auch die Sozialarbeit. So habe ihm die Leiterin eines Kinderheimes in Concordia (bei Buenos Aires), Ligia Wurfel, berichtet, dass rund 60 Prozent der Kinder unter Problemen in der Schule leiden. Dazu zählen ihr zufolge Armut, Drogen und Gewalt gegen Frauen. Viele würden früh schwanger. Zudem passierten viele Morde. Die Allianz suche nach Lösungen für Kinder und Jugendliche, etwa durch bessere Schulsysteme oder die Arbeit mit betroffenen Familien. Zudem stelle der Lebensschutz für die Christen im Land ein zentrales Thema dar. So haben sich am 23. März fast zwei Millionen Menschen an über 200 Orten an „Märschen für das Leben“ beteiligt.

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Chile: Evangelische Christen werden benachteiligt

In Paraguay stehen dem Generalsekretär der ASIEP (Asociación de Iglesias Evangélicas del Paraguay), Manuel Mancuello, zufolge vor allem Bibel und Gebet, junge Menschen und Familien im Blickfeld der Allianz. Im April startete ein neues Projekt speziell für Frauen, „ASIEP Woman“. In Chile stellen die knapp drei Millionen evangelischen Christen etwa 20 Prozent der Bevölkerung dar. Auch heute werden sie laut Eggert manchmal noch verspottet und diskriminiert. So würden etwa evangelische Schulen staatlich nicht anerkannt, katholische hingegen schon. Eggert ist Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand der Deutschen Evangelischen Allianz. In Deutschland findet die Allianzgebetswoche traditionell Anfang Januar statt. Die Weltweite Evangelische Allianz repräsentiert rund 600 Millionen Evangelikale in 129 Ländern. Ihr Generalsekretär ist der philippinische Bischof Efraim Tendero (Manila).

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