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Marsch fürs Läbe
10. September 2018

„Marsch fürs Läbe“ distanziert sich von rechtsextremen Trittbrettfahrern

Nach 2016 wird der Marsch fürs Läbe zum zweiten Mal auf dem Bundesplatz stattfinden. Foto: MfL/zvg
Nach 2016 wird der Marsch fürs Läbe zum zweiten Mal auf dem Bundesplatz stattfinden. Foto: MfL/zvg

(idea) - Der Verein „Marsch fürs Läbe“ befürchtet, dass rechtsextreme Gruppierungen den Lebensrechts-Marsch am Samstag, 15. September für ihre Zwecke missbrauchen könnten. Die Gefahr einer Eskalation zwischen Autonomen aus dem linksextremen Lager und rechtsextremen Trittbrettfahren bestünde. Unter dem Titel „Absage an jeglichen Rassismus und ideologischen Grabenkampf“ versendeten die Organisatoren darum eine Medienmitteilung.

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Keine antidemokratischen Symboliken werden geduldet

Darin versichern die Organisatoren, dass sie auf dem Bundesplatz keinerlei Symbolik oder Handlungen dulden, die den „demokratischen und christlichen Werten des Vereins“ widersprechen oder darauf zielen, „eine Konfrontation mit dem Marsch oder mit Gegnern des Marsches zu suchen“. Der Marsch fürs Läbe sei eine öffentliche Veranstaltung mit christlicher Trägerschaft, die sich öffentlich mit Informationstischen auf dem Bundesplatz präsentieren wird. Wer sich im Sinne des friedlichen Zwecks des Marsches im Rahmen des demokratischen Rechtsstaats für das ungeborene Leben einsetzen will, sei an dem Anlass willkommen. Die Organisatoren distanzieren sich ausdrücklich von Trittbrettfahrern, welche den Marsch oder dessen Werbemittel mit „antidemokratischen Symboliken, gewaltverherrlichenden oder diskriminierenden Parolen“ vermischen und damit Aufmerksamkeit für ihre Bewegungen auf sich ziehen wollen. Zudem betonen sie ihre Dankbarkeit für die gute Zusammenarbeit mit Behörden und Polizei zur Wahrung der Sicherheit rund um die geplante Kundgebung. Der grosse polizeilichen Aufwand zur Garantie der Versammlungs- und Meinungsäusserungsfreiheit werde sehr geschätzt. Gegenüber der rechtsnationalen Bewegung PNOS hat das OK in einem offenen Brief erklärt, dass Träger deren Symbole nicht auf dem Bundesplatz geduldet werden.  

Der Marsch fürs Läbe

Der 9. Marsch fürs Läbe findet am 15. September als Kundgebung auf dem Bundesplatz in Bern statt. Unter dem Motto „Abtreibung – der Schmerz danach“ sollen Politik und Gesellschaft auf die Leiden der Frauen und Männer nach einer Abtreibung aufmerksam gemacht werden (Post-Abortion-Syndrom). Gleichzeitig wird eine Petition zu Handen des Bundesrats lanciert werden. Für die Hin- und Rückreise werden Sammelcars organisiert.

www.marschfuerslaebe.ch

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