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Christlicher Convent Deutschland
06. Juli 2019

Keine Zeit mehr für konfessionelles Klein-Klein

Pastor i. R. Heinrich Christian Rust war ein Redner beim Treffen des „Christlichen Convents Deutschland“. Foto: CCD2019/Norbert Abt
Pastor i. R. Heinrich Christian Rust war ein Redner beim Treffen des „Christlichen Convents Deutschland“. Foto: CCD2019/Norbert Abt

Kirchheim (idea) – Auf die großen gesellschaftlichen Umbrüche sollten Christen reagieren, indem sie über Konfessionsgrenzen hinweg geistliche Einheit praktizieren. Dazu haben über 200 Teilnehmer eines Treffens des „Christlichen Convents Deutschland“ (CCD) vom 1. bis 3. Juli in Kirchheim/Hessen aufrufen. Die Leiter verschiedener meist charismatisch geprägter Gemeinden, Werke und Initiativen verabschiedeten eine Erklärung, in der es heißt: „Wir bleiben beieinander trotz unterschiedlicher Traditionen, Verständnisse und Deutungen.“ So könne man dem Wort Jesu entsprechen, „dass wir eins sein sollen, so wie Jesus eins mit dem Vater ist“. Die Tagungsteilnehmer sprachen sich zum Abschluss gegenseitig das Wort des Apostels Paulus zu, dass Christus die Hoffnung der Herrlichkeit ist (Kolosser 1,27).

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Gott machen die Trennungen zu schaffen

Pastor i. R. Heinrich Christian Rust (Braunschweig) aus dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden) unterstrich die Dringlichkeit des Anliegens: „Wir haben keine Zeit mehr für konfessionelles Klein-Klein. Tatsächlich machen die Trennungen zwischen uns Christen unserem Herrn weit mehr zu schaffen als uns.“

Christus ist der Anker

Einer der Initiatoren der Tagung, Gerhard Proß (Esslingen), warnte vor Aktionismus. Es gelte, „auf Gott zu schauen“ und auf seine Impulse zu warten. Er sprach sich ferner dafür aus, dass christliche Gemeinden und Werke künftig verstärkt junge Leiter ausbilden. Proß ist Moderator der ökumenischen Initiative „Miteinander für Europa“. Die frühere Priorin der Christusbruderschaft Selbitz, Anna-Maria aus der Wiesche, erinnerte daran, dass für Christen Jesus Christus Anker und Mitte des Lebens sei. Gerade in Zeiten der Unsicherheiten sollten sie sich daran erinnern. Weitere Mitwirkende an dem Treffen waren der Soziologe und Theologe Prof. Michael Hochschild (Paris), der Informationswissenschaftler Prof. Klaus Henning (Aachen), der Fernsehjournalist und Buchautor Markus Spieker (Leipzig), der Leiter und Gründer des Gebetshauses Augsburg, Johannes Hartl, und der Leiter der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung in der Evangelischen Kirche, Pfarrer Henning Dobers (Hann. Münden).

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