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„Rassistisch geprägte Stereotype“
16. Oktober 2020

Debatte um „Heilige Drei Könige“ aus Ulmer Münster geht weiter

Die Figur des dunkelhäutigen Königs „Melchior“ spreche „rassistisch geprägte Stereotype an“. Foto: picture-alliance/dpa
Die Figur des dunkelhäutigen Königs „Melchior“ spreche „rassistisch geprägte Stereotype an“. Foto: picture-alliance/dpa

Ulm (idea) – Die Debatte um die Darstellung der „Heiligen Drei Könige“ im Ulmer Münster hält an. Der Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde in Ulm hatte entschieden, die drei Krippenfiguren in diesem Jahr nicht zu zeigen. Die Figur des dunkelhäutigen Königs „Melchior“ spreche „rassistisch geprägte Stereotype an“.

Das Werk aus den 1920er Jahren sei wegen der dargestellten Körperfülle, den vollen Lippen, dem Federschmuck am Kopf und dem Goldreifen am Bein „problematisch“. Der Kirchenhistoriker Prof. Volker Leppin (Tübingen) hält die Entscheidung des Ulmer Kirchenvorstands für nachvollziehbar: „Ich war beinahe erschrocken, dass die Figur 201...

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