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Kommentar
13. Mai 2018

Welche Gebote heute noch gelten

„Wenn jemand die Ehe bricht mit der Frau seines Nächsten, so sollen beide des Todes sterben“ (3. Mose 20,10). Kein Christ nimmt dieses Gebot des Alten Testaments wörtlich. Und doch wird Evangelikalen häufig unterstellt, sie wollten biblische Gebote eins zu eins umsetzen. Prof. Friedhelm Jung – er lehrt am Bibelseminar Bonn sowie am Southwestern Baptist Theological Seminary in Fort Worth, Texas – erklärt, warum einige Gebote aus dem Alten Testament nicht mehr zu befolgen sind.

Kritiker behaupten immer wieder, dass Evangelikale der Bibel nicht nur Wort für Wort glauben, sondern sie auch wortwörtlich umsetzen wollen. Sie argumentieren etwa so: „In der Bibel steht: ‚Du sollst nicht ehebrechen und nicht homosexuell leben‘ und: ‚Wenn jemand die Ehe bricht oder homosexuell lebt, so soll er zur Strafe dafür sterben‘ (3. Mose 20,10 + 13). Folglich müssen wir damit rechnen, dass Evangelikale nicht vor Gewalt zurückschrecken und versuchen werden, Ehebrecher und Homosexuelle drakonisch zu bestrafen. Evangelikale sind also eine Gefahr für unsere Gesellschaft.“ Es stimmt, dass Evangelikale den Aussagen der Bibel glauben. Auch Wunder wie die Jungfrauengebur...

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