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Kommentar
18. April 2019

Schöne neue Welt?

Über die ethischen Debatten in Deutschland ein Kommentar von Prof. Harald Seubert (Nürnberg/Basel). Er ist Philosoph und evangelischer Theologe. Er leitet den Fachbereich für Philosophie und Religionswissenschaft an der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel.

Ethische Debatten und Entscheidungen in Deutschland werden zunehmend auf säkulare Argumente und Lösungen unter Ausschluss Gottes reduziert. Das zeigt sich besonders deutlich, wenn es um Anfang oder Ende des Lebens geht: um Abtreibung, Sterbehilfe und Organspende, also buchstäblich um Tod und Leben. Immer mehr Grenzen werden aufgelöst, immer mehr Dämme brechen. Offensichtlich gilt es in der Mehrheitsgesellschaft zunehmend als „liberal“ und „befreiend“, wenn man diese Bereiche in menschliche Hände legt und einer hochspezialisierten Medizintechnik anvertraut, die Lösungen im Sinn eines umfassenden Wohlergehens verspricht.

Christen geraten unter Legitimationsdruck

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