Freitag • 21. September
Marc Früh
09. Juli 2018

„Ja, es wird einmal Frieden geben!“

Marc Früh: „Viel Geld versickert in Waffenkäufen und Propaganda.“ Fotos: Sandra Lo Curto/Wikimedia/Bienchido
Marc Früh: „Viel Geld versickert in Waffenkäufen und Propaganda.“ Fotos: Sandra Lo Curto/Wikimedia/Bienchido
Bundesrat Ignazio Cassis bezeichnete das Uno-Flüchtlingshilfswerk für Palästina (UNRWA) als „Teil des Problems“ im Nahostkonflikt und erntete dafür einen diplomatischen Entrüstungssturm. Buchautor Marc Früh unterstützt Cassis Ansicht.

Israel feiert seinen 70. Geburtstag. Das war in Gaza Anlass für Ausschreitungen, bei denen sich die Palästinenser wiederum als Opfer der Israelis hinstellen konnten. Marc Früh, Sie verfolgen die Situation im Nahen Osten seit vielen Jahren. Wie ist Ihre Sicht der Ereignisse?

Die mediale Darstellung dieser Ausschreitungen ist sehr einseitig gefärbt. Warum spricht man allgemein davon, dass die arabische Bevölkerung aus ihren Gebieten verjagt wurde? Palästina war nicht nur in biblischer Zeit von Juden besiedelt; seit Mitte des 18. Jahrhunderts haben sich Juden dort angesiedelt – und zwar in unbewohnten Regionen. Wenn uns heute weisgemacht werden soll, dass diese Gebiete...

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