Freitag • 25. Mai
Toby Meyer
11. Mai 2018

In die Freiheit gesegelt

Toby Meyer: „Bin angekommen.“ Foto: PR
Toby Meyer: „Bin angekommen.“ Foto: PR
Mit dem neuen Album „Freiheit – Mini Gschicht mit Gott“ tourt Toby Meyer durch die Schweiz. Wegen der grossen Nachfrage wird sie ins Jahr 2019 ausgedehnt. idea traf ihn in St. Gallen zum Interview.

Toby Meyer, Ihr aktuelles, sehr persönliches Album schaffte es in die Hitparade. Dabei bezeichnen Sie Ihre Geburt als ungeplant, unpassend. Weshalb?

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Ich kam als drittes Kind zur Welt. Meiner Mutter war aber aus gesundheitlichen Gründen geraten worden, kein drittes Kind mehr zu bekommen. Die Situation war sehr schwer. Ich hatte als Kind ständig das Gefühl, mich entschuldigen zu müssen, dass es mich gibt. Als hochsensibles Wesen reagierte ich durch Rückzug in meine eigene Traumwelt.

Wie sind Sie aufgewachsen?

Ich wuchs in einem christlichen Elternhaus auf und kam schon als Achtjähriger zum Glauben an Jesus. Meine Mutter sagte mir, Gott habe es gewollt, dass ich dennoch auf die Welt komme. Das gab mir Zuversicht. Als introvertiertes Kind redete ich wenig. In der Schule wurde ich gemobbt. Aber Jesus war damals schon mein treuer Freund. In der Musik fand ich einen Weg, wie ich mich ausdrücken konnte. Ich machte eine Lehre als Mechaniker, arbeitete aber nie in diesem Beruf. Ich wollte Musiker werden.

Wie sah das konkret aus?

Ich begann bereits während der Lehrzeit mit Tonspuren zu tüfteln; damals noch mit diesen 3,5-Zoll-Disketten … Dann arrangierte ich Songs für andere Musiker und Bands. Ich liess mich an der „SAE School of Audio Engineering“ zum Toningenieur und Musikproduzenten ausbilden. Inzwischen habe ich an über 250 Alben im In- und Ausland mitgearbeitet.

Sie stehen auch selber immer wieder auf der Bühne. Wie ist es dazu gekommen?

Ja klar, schliesslich wollte ich Musiker und Sänger werden! Viele Jahre trat ich als Entertainer an Hochzeiten auf. Mit diesen zwei Standbeinen konnte ich mich finanziell über Wasser halten und meinem Traum nachgehen. Ich wollte das Gegenteil von früher – ich wollte ein Star werden, gross und frei sein. Gleichzeitig wollte ich aber auch loyal Gott gegenüber sein. Dies wurde immer mehr zu einem Spannungsfeld in jeder Beziehung.

Hat sich daran etwas verändert?

Zum Glück, ja! Ich war innerlich zerrissen und stand vor der Wahl: Glaube ich wirklich, dass Gott mich gross und frei macht und mein Versorger ist oder will ich an meiner eigenen Vorstellung festhalten? Ich ging auf die Knie, liess meine Lebensfäden los und legte sie in Gottes Hände. Seither fühle ich mich im Leben angekommen und erlebe eine ganz neue Freiheit.

Was erwartet die Konzertbesucher?

Das Konzert wird als tiefgründig, inspirierend und ermutigend empfunden. Das meistgehörte Feedback ist dies: „Danke für deine Offenheit und Ehrlichkeit – es hat sehr gutgetan”.

(Interview: Rolf Frey)

www.toby-meyer.ch/Konzerte

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