Samstag • 23. Juni
Maria Prean in Winterthur
11. Juni 2018

„Gott gebraucht auch Frauen des Alltags ohne hohe Position“

Maria Prean an der Frauenkonferenz. Foto: Stiftung Schleife
Maria Prean an der Frauenkonferenz. Foto: Stiftung Schleife

Rund 600 Frauen besuchten am vergangenen Wochenende die Frauenkonferenz und das Leiterinnenforum der Stiftung Schleife in Winterthur mit Maria Prean und weiteren Referentinnen.

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Es wurde viel gelacht am Leiterinnenforum und an der Frauenkonferenz 2018. Nicht ganz unschuldig daran: Maria Prean. 80 Jahre alt, Tirolerin, lebt in Uganda. Sie leitet dort ein Werk mit 700 Mitarbeitenden, das zurzeit über 13.000 Kinder versorgt. „Ich bin total überrascht, was Gott mit so einer ‚alten Schachtel‘ wie mir machen kann“, sagte sie zum Beispiel. Mit vielen witzigen Anekdoten erzählte sie, wie Gott sie übernatürlich versorgt und sie permanent von ihm abhängig ist. „Wenn Gott eine schwierige Aufgabe hat, nimmt er einen Mann. Wenn er eine unmögliche Aufgabe hat, sucht er eine Frau“, sagte Maria Prean, „weil wir erst später zu denken beginnen.“ In ihrer humorvollen, direkten Erzählweise verpackte sie tiefe Botschaften.

Beten, dass Gott das Gebiet erweitert

Maria Prean ermutigte die anwesenden Frauen: „Macht euch auf!“ Gott habe immer wieder auch Frauen des Alltags ohne hohe Position gebraucht. „Wir können beten, dass Gott unser Gebiet erweitert – in jedem Lebensbereich“, sagte sie und verriet: „Ich lebe jeden Tag, als wäre es der letzte und plane, als würde ich nicht sterben.“

Weitere Referentinnen wie Dorothée Widmer vom Verein Heartwings (Milieu-/Gassenarbeit), Steffi Reusser von der Stiftung Südkurve (soziale Arbeit), Susanna Rychiger (Gebetsbewegung 24-7) sowie Katharina Bänziger und Ilona Ingold von der Stiftung Schleife gaben während des Leiterinnenforums oder der Frauenkonferenz in Inputs und Workshops wertvolle Impulse weiter.

„Stürme werden zur Gottesbegegnung“

Das Thema des Wochenendes, „Open Wide“, wurde immer wieder aufgegriffen. Stephanie Keller, Leiterin der Schleife und deren Frauenarbeit, erzählte von einem Traum, in dem sie in Positionen gedehnt wurde, die sie nie für möglich gehalten hatte. „Gott will unsere Kapazität erweitern und dazu dehnt er uns Frauen“, ermutigte sie die Zuhörerinnen, auch schwierige Umstände und Aufgaben mit anderen Augen zu sehen. „Auch bei einer Geburt gehen wir für die Freude, die vor uns liegt, durch den Schmerz hindurch.“

Lilo Keller, Gründerin der Schleife und verantwortlich für das Leiterinnenforum, legte den Frauen ein Wort ans Herz, das in die gleiche Richtung ging: „Deine Stürme werden zu einer Gottesbegegnung.“

Vernetzung und Inspiration

Das Leiterinnenforum war eine Gelegenheit für Leiterinnen aus Gemeinde, Familie, Politik und Gesellschaft, sich zu vernetzen und auszutauschen, die intensiv genutzt wurde. Während der Frauenkonferenz konnten die Teilnehmerinnen durch Anbetung, einen Stationen-Postenlauf sowie Ministry-Zeiten und Gebetsangeboten Gott begegnen.

Verschiedene positive Rückmeldungen von Teilnehmerinnen zeigten, dass das Wochenende für Frauen eine ermutigende und inspirierende Zeit war, die – trotz des heissen Wetters – sehr genossen wurde.

Bereits steht fest, dass im Mai 2019 in der Winterthurer Reithalle eine Frauen- und Männerkonferenz stattfinden wird.

(Jonas Munz/Stiftung Schleife)

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