Freitag • 22. Februar
Konferenz menschlicher Brüderlichkeit
12. Februar 2019

Generalsekretär der WEA Redner an islamischer Konferenz

Efraim Tendero engagiert sich als Friedensstifter zwischen Christen und Muslimen. Bild: WEA/youtoube
Efraim Tendero engagiert sich als Friedensstifter zwischen Christen und Muslimen. Bild: WEA/youtoube
Efraim Tendero sprach als Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz an der Global Conference on Human Fraternity in Abu Dhabi. Die Konferenz wurde vom Muslimischen Ältestenrat organisiert.

Abu Dhabi (idea/dg) – Auf Einladung des Muslimischen Ältestenrats aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hin sprach am 4. Februar der Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), Efraim Tendero, in Abu Dhabi.  Dies vor mehreren hundert Leitern aus verschiedenen Religionen. Mit der WEA vertrete er weltweit 600 Millionen Evangelikale, führte er die Rede ein. Im Gegensatz zu den Katholiken hätten diese keinen Papst, aber die WEA sei auf globalem Niveau weitgehend als Stimme der Evangelikalen anerkannt. Papst Franziskus hielt an der Konferenz ebenfalls eine Rede, wo er die Würde jedes Menschen als Geschöpf Gottes betonte.

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Christen als Friedensstifter

„Christen können und sollten einen kraftvollen Beitrag zum weltweiten Frieden leisten, weil wir (1) Nachfolger von Jesus sind, (2) an die Inspiration der Hebräischen und christlichen Schriften glauben, und (3) berufen sind, Friedensstifter zu sein.“ Diese grundlegenden Gedanken führte Efraim Tendero weiter aus. Er erklärte, wie er in seiner früheren Verantwortung als langjähriger Leiter der philippinischen Evangelischen Allianz Kontakte mit führenden Muslimen gepflegt habe, um zum Frieden im Land beizutragen. Als ein früherer philippinischer Präsident mit starker Gewalt gegen Muslime vorgegangen sei, hätten evangelikale Kirchen Geld gesammelt und Freiwillige mobilisiert, um zerstörte Häuser und sogar eine lokale Moschee wieder aufzubauen. Der islamische Sultan habe sie willkommen geheissen und die Gegend zu einer Friedenszone erklärt. „Dies sind Aktionen, welche eine christliche oder islamische Gemeinschaft irgendwo in der Welt unternehmen könnte, ohne ihren Glauben in irgendeiner Weise zu kompromittieren. Wenn wir durch solche Handlungen Brücken der Freundlichkeit bauen, verschwinden Missverständnisse oder Hass schnell.“

„Wir brauchen Freundschaft“

Tendero illustrierte sein Anliegen weiter mit der Non-Profit-Organisation Musalah, welche auf biblischen Prinzipien für die Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern arbeite. Dann rief er dazu auf, Freundschaftszentren zu schaffen in Gegenden, wo Muslime und Christen nebeneinander leben. „Solche Gemeinschaften zu schaffen verlangt nicht, dass wir mit dem Glauben der anderen einverstanden sind, nur dass wir wissen, dass wir gegenseitige Freundschaft brauchen. Wir könnten damit starten, dass Pastoren und Imame Zeit zusammen verbringen, um Freundschaft zu schliessen, dann Leute vor Ort fragen, ihr Haus zu öffnen und Essen für aus Muslimen und Christen gemischte Gruppen anzubieten.“ In allem sei es wichtig, aktiv dem anderen zuzuhören. Weiter gehe es darum, einfühlsam das gegenseitige Verständnis zu suchen. Und dann könne man auch bewusst zusammenarbeiten.

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