Mittwoch • 15. August
Filmkritik
11. Juni 2018

Ein Werbevideo für den Papst

Der Dokumentation „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ von Filmregisseur Wim Wenders fehlt die kritische Distanz. Eine Rezension des Films, der am 14. Juni in die Kinos kommt, von idea-Redakteur Karsten Huhn.

Ich mag Wim Wenders, ich mag Papst Franziskus – aber diesen Film mag ich nicht. Er bietet schöne Bilder, kommt aber so untertänig daher, dass er eigentlich nur hartgesottenen Papst-Fans gefallen kann. Wenders wurde katholisch getauft, ist heute protestantisch, und man merkt in jeder Szene von „Mann seines Wortes“: Dieser Film wurde von einem glühenden Papst-Verehrer gedreht. Wenders begleitet Franziskus auf Reisen und bei Auftritten, bei Besuchen in Gefängnissen, Armenvierteln, Flüchtlingslagern und Krankenhäusern und zeigt Bilder aus dem Inneren des Vatikans. Zudem durfte er auf Archivmaterial des Vatikans zurückgreifen, etwa auf Bilder zur Papstwahl 2013 oder einer Rede, di...

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