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Höhlen-Drama
11. Juli 2018

Alle zwölf Kinder aus der Chiang-Rai-Höhle befreit

Aufatmen nach bangen Tagen: Die Eltern eines der geretteten Kinder. Foto: Compassion
Aufatmen nach bangen Tagen: Die Eltern eines der geretteten Kinder. Foto: Compassion
Grosse Erleichterung in Thailand: Die zwölf Jugendlichen, die seit dem 23. Juni in einer Höhle im Norden des Landes eingesperrt waren, wurden gerettet. Die letzten Jungen und der Trainer der Fussballmannschaft gelangten dank des unermüdlichen Einsatzes von Dutzenden von Rettungskräften am 10. Juli ins Freie.

(idea) - Mehr als zwei Wochen sassen 12 thailändische Buben und ihr Trainer in einer überfluteten Höhle fest. Am 10. Juli wurden in der dritten Rettungsaktion auch noch der zwölfte Junge und der Trainer des Fussballteams gerettet. Unter den tagelang in einer Höhle eingesperrt gewesenen Jugendlichen befand sich ein Patenkind, das vom Hilfswerk Compassion unterstützt wird. Wie die anderen Kinder wurde auch dieser Junge zur Behandlung ins Spital gebracht, wo er medizinisch betreut wird. Seine Eltern äusserten sich überglücklich: "Wir danken Gott, der uns geholfen hat. Wir sind so glücklich, dass unser Sohn aus der Höhle befreit wurde und können es nicht erwarten, ihn heimzubringen."

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Wasser drang ein

Die Gruppe - ein Fussballteam bestehend aus zwölf Teenagern zwischen elf und 16 Jahren sowie ihrem 25-jährigem Trainer - hatte am 23. Juni einem Ausflug in die Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non in der nordthailändischen Provinz Chiang Rai gemacht. Diese hatten sie erkundet, nachdem sie zuvor von professionellen Tauchern besichtigt worden war. Doch dann wurden sie von den steigenden Wassermassen durch Starkregen überrascht und eingeschlossen. Die Gruppe blieb vier Kilometer vor dem Ausgang der Höhle stecken. Bis zur aufwändigen und gefährlichen Befreiungsaktion dauerte der Höhlen-Tripp 17 Tage. Während des Rettungseinsatz verunfallte einer der Taucher beim Versuch, Sauerstoffflaschen in der Höhle zu platzieren, tödlich.

Kinderzentrum packte mit an

Das thailändische Zweig des Hilfswerks Compassion hat die Rettungsaktion unterstützt. Der Sportplatz im Kinderzentrum der lokalen Partnerkirche Baag Jong wurde als Landeplatz für die eingesetzten Hubschrauber genutzt. Ausserdem beherbergte und versorgte dieses Zentrum mehrere Dutzend Mitglieder der Rettungskräfte.

Viele beteten

Die ganze Welt blickte während Tagen nach Thailand. Das ganze Land schien den Atem angehalten zu haben. Wie Compassion mitteilt, seien Mitschüler der Eingeschlossenen am Höhleneingang gestanden, um zu beten und zu singen.

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