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Religion und Staat
20. März 2018

Gütesiegel für Freikirchen?

Foto: Parlament.ch
Foto: Parlament.ch

Bis weit in das 20. Jahrhundert hinein war die Schweizer Bevölkerung religiös noch weit­gehend homogen. Je nach Kanton reformiert, katholisch oder teilweise paritätisch. Nach der Reformation waren in den europäischen Fürstentümern Staats­kirchen nach dem Prinzip „cuius regio eius religio“ (wessen Gebiet, dessen Religion) entstanden. Das Verhältnis des Staates zur Religion war klar: Es orientierte sich an der jeweiligen Mehrheitskonfession, auf die auch die freie Ausübung des Glaubens beschränkt war. Erst die revidierte Verfassung von 1874 führte in der Schweiz eine Glaubens- und Gewissensfreiheit ein, die für alle Konfessionen galt. Der Staat begann, sich mehr und mehr ne...

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