Donnerstag • 19. Oktober
Rentenreform
25. September 2017

Die EVP drängt auf eine neue Vorlage

Maja Ingold Foto: PR
Maja Ingold Foto: PR

 

ANZEIGE

(idea) - Die EVP Schweiz sieht in der Ablehnung der Altersvorsorge 2020 einen schweren Rückschlag im „dringend notwendigen Reformprozess der Altersvorsorge“, so die Partei in einer Mitteilung. „Die Vorlage wäre ein erster, wichtiger Schritt gewesen, um den seit 20 Jahren andauernden Reformstau endlich zu durchbrechen und die Renten für die nächsten zehn Jahre zu sichern“, bedauert EVP-Nationalrätin Maja Ingold (ZH). Die Vorlage sei ein „über mehrere Jahre hinweg austarierter, gut schweizerischer Kompromiss“, gewesen. Alle Bevölkerungsgruppen hätten etwas zur Stabilisierung beitragen sollen. „Ich kann im Moment nicht erkennen, wie mit denselben politischen Interessen im Parlament plötzlich über Nacht ein neuer, besserer und mehrheitsfähiger Kompromiss zustande kommen könnte“, zeigt sich Maja Ingold skeptisch zu den Chancen einer baldigen neuen Lösung.

Die Zeit läuft davon

Nun laufe die Zeit davon. Die AHV werde Jahr für Jahr Milliardendefizite anhäufen. Die „ungerechte Umverteilung“ von Jung nach Alt in der zweiten Säule in Höhe von „jährlich einer Milliarde Franken“ gehe ungebremst weiter. „Jetzt müssen die rechtsbürgerlich liberalen Reformgegner Wort halten und baldmöglich eine mehrheitsfähige Lösung präsentieren. Und dies ohne das Rentenniveau zu senken und das Rentenalter umgehend oder gar automatisch anzuheben“, nimmt EVP-Parteipräsidentin und Nationalrätin Marianne Streiff (BE) die Reformgegner in die Pflicht.

CVP enttäuscht

Enttäuscht zeigt sich auch die CVP. Die „unheilige Allianz von Deutschschweizer Wirtschaftsverbänden und extremen Linken“ hätte zusammen mit den Rechtsbürgerlichen den Rentenkompromiss verhindert. Jede kommende Vorlage werde nun teurer werden.

 

 

 

 

 

Diskutieren

Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen. Nach dem Erscheinen eines Artikels kann dieser fünf Tage kommentiert werden.