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"Unplanned"
13. Januar 2021

US-Spielfilm zur Abtreibung in Deutschland ein Verkaufsschlager

Der US-Spielfilm „Unplanned“ bestverkaufte Film des Jahres 2020 im christlichen Bereich in Deutschland. Bild: unplannedfilm.com
Der US-Spielfilm „Unplanned“ bestverkaufte Film des Jahres 2020 im christlichen Bereich in Deutschland. Bild: unplannedfilm.com

Aßlar/Köln (idea) – Der US-Spielfilm „Unplanned“ (Ungeplant) zur Abtreibungsproblematik war der mit großem Abstand bestverkaufte Film des Jahres 2020 im christlichen Bereich in Deutschland. Das teilte der Verlag Gerth Medien (Aßlar bei Wetzlar), der den Film vertreibt, auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea mit.

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Die Zahl der in Deutschland verkauften DVD und Blue-ray Discs liege „deutlich im fünfstelligen Bereich“, sagte der Produktmanager Musik- und Film-Vertrieb des Verlages, Jörg Schwehn. Genauere Angaben dürfe er nicht machen. Christen bestellten teilweise zehn Exemplare, um sie an andere weiterzugeben. Auch im säkularen Bereich verkaufe sich der Film „sensationell gut“. Schwehn: „Wir sind begeistert. Das haben wir so nicht erwartet.“

Der 106-minütige Film erzählt die wahre Geschichte der heute 40-jährigen Abby Johnson (Houston/Bundesstaat Texas). Als Mitarbeiterin der Organisation „Planned Parenthood“ stieg sie bis zur Leiterin einer Abtreibungsklinik in Bryan (Texas) auf. Nachdem sie im Herbst 2009 bei einer Abtreibung assistiert und auf dem Ultraschallbild gesehen hatte, wie ein ungeborenes Kind aus dem Mutterleib abgesaugt und zerstückelt wurde, kündigte sie und wurde zur Abtreibungsgegnerin.

Heute ist Johnson eine der engagiertesten Sprecherinnen der Lebensrechtsbewegung in den USA. Dort war der mit einem Budget von sechs Millionen Dollar (5,1 Millionen Euro) produzierte Film auch ein Kinoerfolg – trotz heftiger Kritik in den Medien und Bombendrohungen militanter Abtreibungsbefürworter. Er spielte nach der Premiere am 29. März 2019 an den Kinokassen rund 20 Millionen Dollar (etwa 18 Millionen Euro) ein.

Deutsche TV-Premiere am 15. Januar

Seine Deutschland-Premiere im Fernsehen hat der Film am 15. Januar beim katholischen Sender EWTN.TV (Köln). „Dieser inhaltlich differenzierte und einfühlsam spannend inszenierte Film berührt zutiefst und klärt darüber auf, was bei einer Abtreibung wirklich passiert“, erklärte der Programmdirektor des Senders, Martin Rothweiler.

Der Film sei ein „bedeutender Beitrag zur Willkommenskultur für das ungeborene Leben in unserer Gesellschaft“. Die deutsche Synchronfassung wurde von der Stiftung „Ja zum Leben“ (Meschede) finanziert.