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Verinnerlichung von Bibeltexten
21. Januar 2021

Jeder Christ sollte einen Bibeltext auswendig können

Bibelverse auswendig lernen ist wichtig. Foto: pixabay.com
Bibelverse auswendig lernen ist wichtig. Foto: pixabay.com

Kulmbach (IDEA) – Jeder Christ sollte im Laufe seines Lebens ein Kapitel aus dem Evangelium auswendig können. Diese Ansicht vertritt der Pfarrer der evangelisch-lutherischen Petrikirche in Kulmbach, Gerhard Bauer. Das Einprägen und Verinnerlichen von Bibeltexten sei die „Verleiblichung des biblischen Wortes“, schreibt er in seinem „Bibelmanifest: Aufruf an die evangelische Christenheit!“.

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Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA (Wetzlar) bedauert der 62-Jährige, dass dies heute nicht mehr zeitgemäß sei. Die Zeit sei reif für eine neue Bibelbewegung auf deutschem Boden. Er wünsche sich einen Aufbruch unter Christen und appelliert: „Werden Sie Träger des Wortes!“

Verfolgte Christen als Vorbilder

Bauer zufolge untersuchen angehende Theologen im Studium Bibeltexte zwar kritisch, lernten „das reine Wort“ aber kaum auswendig. Er verweist auf verfolgte Christen als Vorbilder. In vielen Ländern hätten sie keinen Zugang zu einer Bibel. In Nordkorea etwa prägten sich Untergrundchristen Bibelverse ein und gäben sie mündlich weiter. Bauer selbst hat nach eigenen Angaben zehn Jahre gebraucht, um ein ganzes Evangelium aus dem Gedächtnis aufsagen zu können. Auf seiner Internetseite „inwendigeschriftlesung.de“ stellt er Beispieltexte zum Auswendiglernen zur Verfügung und begleitet auf Nachfrage Einsteiger. Die Auszüge basieren auf der Lutherbibel von 1545.