Sonntag • 26. Januar
INSA-Umfrage
07. Januar 2020

Mehrheit: Linksextreme Gewalt wird unterschätzt

Für 53 Prozent der Befragten wird linksextreme Gewalt hierzulande unterschätzt. Foto: pixabay.com
Für 53 Prozent der Befragten wird linksextreme Gewalt hierzulande unterschätzt. Foto: pixabay.com

Erfurt (idea) – Die Mehrheit der Bürger in Deutschland (53 Prozent) ist der Meinung, dass linksextreme Gewalt hierzulande unterschätzt wird. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

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Rund ein Fünftel der Befragten (22 Prozent) widersprachen der Aussage. 17 Prozent wussten keine Antwort, acht Prozent gaben keine Antwort. Je älter die Befragten sind, desto häufiger sehen sie in der linksextremen Gewalt eine unterschätzte Gefahr. Der Anteil steigt von 33 Prozent bei den 18- bis 29-Jährigen auf bis zu 63 Prozent der ab 60-Jährigen.

Besonders viele landeskirchliche Protestanten (61 Prozent) wünschen sich mehr Aufmerksamkeit für das Problem. Bei den römisch-katholischen und den freikirchlichen Befragten sind es jeweils 56 Prozent. Von den Konfessionslosen halten 53 Prozent die linksextreme Gewalt für unterschätzt. Eine deutliche Abweichung zeigt sich bei islamischen Befragten, von denen nur 28 Prozent der Aussage zustimmten.

Bei den Anhängern der Parteien sind die Wähler von CDU/CSU (68 Prozent), AfD (77 Prozent) und FDP (72 Prozent) mit deutlicher Mehrheit der Meinung, dass die linksextreme Gewalt stärker beachtet werden müsste. Von den Wählern der SPD meinten dies nur 45 Prozent, von Anhängern der Partei Bündnis 90/Die Grünen 43 Prozent und von denen der Linkspartei 35 Prozent.

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