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Gedenkstätten
20. Februar 2021

„Jesus-Weg“ in Ägypten soll Touristen anlocken

In Ägypten werden 31 Kirchen, acht Grotten, 18 Quellen oder Brunnen sowie 13 Bäume in direkten Zusammenhang mit dem Aufenthalt der Heiligen Familie gebracht. Foto: pixabay.com
In Ägypten werden 31 Kirchen, acht Grotten, 18 Quellen oder Brunnen sowie 13 Bäume in direkten Zusammenhang mit dem Aufenthalt der Heiligen Familie gebracht. Foto: pixabay.com

Kairo (IDEA) – In Ägypten können Interessierte künftig den Spuren Jesu, Marias und Josefs folgen. Die ägyptische Tourismusbehörde will dafür einen „Jesus-Weg“ wiederbeleben. In dem Land am Nil gibt es zahlreiche Erinnerungsstätten und Kirchen, die an den Aufenthalt der Familie in Ägypten nach ihrer in der Bibel überlieferten Flucht vor König Herodes erinnern.

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Im Rahmen des 2013 gestarteten Projekts „Wiederbelebung des Weges der Heiligen Familie“ sollen solche Gedenkstätten ausgebaut und durch einen neuen Pilgerweg verbunden werden. Einer wurde bereits in der im Nildelta gelegenen Stadt Samanoud (Gouvernement Gharbeya) fertiggestellt.

Dort machten Jesus und seine Eltern der Überlieferung nach bei ihrer Flucht 17 Tage lang Halt. In dieser Zeit soll Maria dort einer alten Frau geholfen haben, Brot zu backen. Die koptische Kirche gedenkt jedes Jahr am 1. Juni der Ankunft der Heiligen Familie in Ägypten.

Um die Stätte in Samanoud für Touristen ansprechend zu gestalten, investierte das Tourismusministerium umgerechnet rund 400.000 Euro, etwa in die Renovierung der Kirche der Jungfrau Maria und des Heiligen Abanoub, der Renovierung umliegender Häuser und den Bau eines neues Parkplatzes. In Ägypten werden 31 Kirchen, acht Grotten, 18 Quellen oder Brunnen sowie 13 Bäume in direkten Zusammenhang mit dem Aufenthalt der Heiligen Familie gebracht.