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Umgang mit dem Lebensende
04. Mai 2018

Fachtagung Palliative Care ermutigt zu Angstminderung

 Foto: Diaconis/Iris Krebs
Foto: Diaconis/Iris Krebs

Wie kann Palliative Care die Angst vor dem Ende lindern? Darüber informierten sich gut 200 Besucher an der Fachtagung „Angst am Lebensende“ in Aarau. Eingeladen hatten die drei Aargauer Landeskirchen und der Verein „Palliative Aargau“.

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An der Fachtagung „Palliative Care“ wurde intensiv über das Lebensende und dessen Umgang gesprochen. „Wenn man Angst hat vor dem, was kommt, kann man schlechter damit umgehen. Die Symptome machen Angst, und die Angst verstärkt die Symptome“, sagte der Palliativmediziner Roland Kunz laut einer Medienmitteilung vom 3. Mai.

Das Sterben weniger schlimm als befürchtet

Laut Statistiken hätten 77 Prozent der Betroffenen solche Ängste, reden aber nicht gern darüber. „Man will ja kein Weichei sein“, sagte Roland Kunz an der Tagung, die am 26. April stattfand. Schmerzen würden bei der Patientenbefragung viel eher eingestanden als Ängste. „Die meisten Menschen haben mehr Angst vor dem Sterben als vor dem Tod“, sagte Kunz, auch weil darüber so wenig bekannt sei. Ein erster Schritt zur Angstlinderung sei deshalb eine möglichst präzise Information. Bei der vielleicht die Einsicht entstehe, dass es viel weniger schlimm ist, als man sich im Allgemeinen vorstellt.

Ralph Kunz: „Fürchte dich nicht!“

Einen besonderen Beitrag bei der Angstminderung von Sterbenden könne auch die Seelsorge leisten. 365 Mal stehe der Satz „Fürchte dich nicht“ in der Bibel, sagte der Theologe Ralph Kunz. Dies nicht als Befehl, sondern als Verheissung. Einen Schritt weiter ging die reformierte Seelsorgerin Karin Tschanz. Ihre Hoffnung sei: „Das Schönste kommt erst noch.“ Und wer selber Hoffnung habe, könne auch Hoffnung vermitteln. (ref.ch/kath.ch)

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