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Leihmutterschaftskinder aus den USA
08. Januar 2020

Am Ende bleibt der "genetische Vater"

Solothurn (idea/dg) -  "Genetischer Vater" - "Genetische Mutter" - "Gebärende Mutter": Dieser Eintrag zu ihren Eltern gilt jetzt rechtlich für ein Solothurner Zwillingspaar. Dabei wird zur "genetischen Mutter" präzisiert, es handle sich um eine "anonyme Eizellenspenderin". Die "gebärende Mutter" (Leihmutter) wird im Register namentlich genannt. Die Frau aus Minnesota und ihr Mann verzichteten aber vor einem dortigen Gericht auf die Rechte an den Kindern.

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Dieser Verzicht ist laut einem kürzlichen Urteil des Solothurner Verwaltungsgerichts auch für die Schweiz bindend. Ein solches Vorgehen sei "nicht ordre-public-widrig", entspreche es doch dem Recht, dass Eltern ihr Kind zur Adoption freigeben und damit auf die Rechte an diesem verzichten können.

Den gut einjährigen Zwillingen bleibt der "genetische Vater". Der Doppelbürger liess sie in den USA mit seinem Samen und gespendeten Eizellen in-vitro zeugen. Die Embryonen wurden in die Gebärmutter der Leihmutter transferiert. Schliesslich brachte sie Zwillinge zur Welt. Später holte der Vater sie zu sich in die Schweiz. In der Schweiz ist Leihmutterschaft verboten. Für eine Sanktionierung der Umgehung des Gesetzes übers Ausland fehlt bisher eine Gesetzesgrundlage.

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