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Synode
29. November 2017

Kommt ein europäischer Kirchentag nach Zürich?

Foto: ref zh
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Die reformierte Kirchensynode Zürich diskutierte die Vorbereitungen für einen europäischen Kirchentag. Der Standort könnte Zürich heissen. Zur Finanzierung und zur Trägerschaft gibt es aber noch Fragezeichen.

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„Den Glauben sichtbar machen, ein Zeichen für ein friedensstiftendes und versöhnendes Christentum für Europa setzen – das kann ein Kirchentag bewirken, an dem Menschen verschiedener Kirchen zusammenkommen“, schreibt die Reformierte Kirche Zürich in einer Mitteilung. Zürich könnte der Ort sein, der einen solchen Kirchentag im Zeitraum 2022 bis 2025 beherbergt. Die Idee besteht schon seit einigen Jahren. In den kommenden Monaten sollte sich klären, ob und wie die Umsetzung vonstattengeht. Weil der Zürcher Landeskirche eine tragende Rolle zufallen würde, befasste sich die Kirchensynode bereits mit der möglichen Ausgestaltung eines solchen Grossereignisses. Dem Zürcher Kirchenparlament lag ein Projektbeschrieb vor, der die Ziele und den aktuellen Stand der Planung skizziert.

Kosten: 15 Millionen Franken

Zu reden gaben bei diesem Aussprachetraktandum die Kosten, deren Gesamtvolumen auf rund 15 Millionen Franken geschätzt werden, und von denen die Reformierte Kirche rund 4 Millionen zu tragen hätte. An der Synode wurden Zweifel geäussert, ob die Kirche mit diesem Budget zurechtkommen werden. Andere äusserten ihre Freude über einen grenzüberschreitenden Dialog bei einem europäischen Kirchentag. Der Kirchenrat strebt einen Kirchentag im Zeichen der Ökumene an. Für eine Bewerbung als Austragungsort setzt er in seinem Plänen auf eine gemeinsame ökumenische Trägerschaft mit der Katholischen Kirche im Kanton Zürich.

Zwei Kirchen-Fusionen

Im Kanton Zürich geht der Prozess von Zusammenschlüssen von Kirchgemeinden weiter. Die Kirchensynode hat der Fusion der Kirchgemeinden Buchs, Dällikon-Dänikon und Regensdorf zur Kirchgemeinde Furttal ohne Gegenstimmen zugestimmt. Die drei Kirchgemeinden mit nun rund 7900 Mitgliedern gestalten ab 2018 ihr Gemeindeleben gemeinsam. Das Parlament der Reformierten besiegelt ebenfalls den Zusammenschluss der Kirchgemeinden Bachs und Stadel zur neuen Kirchgemeinde Stadlerberg.
Mit relativ klaren Mehrheiten hatten die Mitglieder der drei Gemeinden im Furttal dem Zusammenschluss bereits im Juni dieses Jahres zugestimmt. Die Kirchgemeinde Otelfingen-Boppelsen-Hüttikon, die die Fusion ebenfalls erwog, lehnte das Begehren an ihrer Kirchgemeindeversammlung hingegen ab. Dass die Einbindung der Gemeinden gescheitert sei, liege vor allem bei finanziellen Fragen oder bei der unterschiedlichen theologischen Ausrichtung der Kirchgemeinden.

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