Sonntag • 22. Juli
Hochkarätig besetzte Podien
06. Juli 2018

Kirchentag: Wird die Kirche überhaupt noch gehört?

Gerhard Pfister, Marianne Streiff, Felix Reich (Moderation), Gottfried Locher: Was ist der Auftrag der Kirche in der Politik? Foto: Facebook/Gottfried Locher
Gerhard Pfister, Marianne Streiff, Felix Reich (Moderation), Gottfried Locher: Was ist der Auftrag der Kirche in der Politik? Foto: Facebook/Gottfried Locher

Wetzikon (idea) - Menschen aus 50 Gemeinden feiern gemeinsam ihr Christsein - 500 Jahre nach der Reformation - mit einem dreitägigen Kirchentag in Wetzikon. Die Zürcher-Oberland-Brass eröffnete den Kirchentag. Daniel Stoller-Schai, Präsident des Vereins "Aktion Kirchen Züri Oberland", Ruedi Rüfenacht, Gemeindepräsident von Wetzikon und Pfarrer Matthias Walder, Dekan des Bezirks Hinwil, legten in ihren  Grussworten dar, was "mitenand glaube" - so lautet das Motto des Kirchentages - für sie bedeutet.

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Interkonfessioneller Gottesdienst

Am anschliessenden Eröffnungsgottesdienst nahmen über 800 Personen teil. Er wurde von Vertretern der reformierten Kirche, der römisch-katholischen Kirche und der Freien Christgemeinde Wetzikon geleitet. In der Predigt wurde von Pfarrer Michel Müller, Zürcher Kirchenratspräsident, Josef Annen, katholischer Generalvikar Zürich-Glarus und Pfarrerin Claudia Haslebacher, Vizepräsidentin Freikirchen Schweiz, auf die Stärken und Schwächen der eigenen Konfessionen hingewiesen und Wege aufgezeigt, sich auf das gemeinsame Christsein zu fokussieren. Nach einem gemeinsam gesprochenen Glaubensbekenntnis folgte eine Zeit der Besinnung und Busse für aneinander begangene Schuld in der Vergangenheit.  

Attraktives Programm für alle

Musikalisch umrahmt und ergänzt wurde der Eröffnungsgottesdienst durch den "Projektchor Kirchentag" unter der Leitung von Joao Tjago Santos und einem anschliessenden Ping-Pong Konzert unter der Leitung von Nicolas Plan. So wurde das Motto "mitenand glaube" schon am ersten Tag auf vielfältige Weise sichtbar und erlebbar gemacht. Das Programm des Kirchentags ist ausgerichtet auf alle Altersgruppen. Inhaltlich ist es von grosser Vielfalt - mit intellektuell anspruchsvollen Vorträgen, Konzerten in allen Musiksparten, attraktivem Kinderprogramm und einem grossen Markt am Samstag. 

Hochkarätig besetzte Podien

Höhepunkte am Freitag waren unter anderem der Vortrag von Johannes Hartl zur Frage "Reform der Kirche; was braucht die Kirche heute?" Darüber diskutierten am Abend in einem Podium Andreas Boppart, Ralph Kunz, Esther Pfister und Catherine McMillan. In einem weiteren Podium zum Spannungsfeld Kirche und Politik kamen SEK-Präsident Gottfried Locher, CVP-Präsident Gerhard Pfister, EVP-Nationalrätin Marianne Streiff-Feller unter Leitung von Felix Reich, Redaktionsleiter von "reformiert" miteinander ins Gespräch. Wird die Kirche in der Gesellschaft überhaupt noch gehört? Die Kirche habe immer noch eine starke Stimme, war in der Runde zu hören, mitunter deshalb, weil sie Kinder mit biblischen Geschichten ins Leben begleite und ein Wertekonzept vermittle. 

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