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Teures Grossevent
09. Juli 2018

Europäischer Kirchentag wird nicht in Zürich stattfinden

Fraumünster Zürich. Foto: idea/Archiv
Fraumünster Zürich. Foto: idea/Archiv

Der Kirchenrat der Reformierten Landeskirche Kanton Zürich will den europäischen Kirchentag nun doch nicht in die Limmatstadt holen. Die Durchführung des Grossevents sei zu teuer.

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Die Durchführung eines europäischen Kirchentages in Zürich im Jahr 2023 war in der Wintersynode 2017 mehrheitlich begrüsst worden. Schon damals gab es aber Bedenken, was die Finanzierung des Anlasses betraf. Rund 15 Millionen Franken sollte der Anlass kosten, vier Millionen Franken müsste die Landeskirche aus eigenen Mitteln finanzieren.

Unterstützung für andere Städte

In seiner Sitzung vom 27. Juni entschied der Kirchenrat nun, der Synode keinen entsprechenden Antrag zu stellen. Der Kirchenrat sei zum Schluss gekommen, dass ein Anlass in dieser Grössenordnung finanziell kaum zu stemmen sei, sagte der Sprecher der Landeskirche, Nicolas Mori, gegenüber ref.ch. Als Mitglied des Trägervereins werde man die Austragung in einer anderen europäischen Stadt aber unterstützen.

Beitrag zu einem humanen Europa

Der europäische Kirchentag ist ein Projekt des im Jahr 2016 gegründeten Vereins „European Christian Convention“. Dieser will Christen aus ganz Europa zusammenbringen, um so zu einem „humanen und sozial bewussten Europa“ beizutragen, wie es im Gründungsdokument des Vereins heisst. Dem Verein gehören 25 christliche Kirchen und Organisationen an, darunter der Schweizerische Evangelische Kirchenbund, die Reformierte Landeskirche Kanton Zürich und die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen.

Bereits bei früheren Abklärungen wurde von Seiten der reformierten Kirche darauf hingewiesen, dass ein solcher Anlass in Zürich nicht rein evangelisch, sondern eine Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche hätte angestrebt werden sollen. (ref.ch/via kath.ch/ms)

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