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„Dynamic Gospel – New Europe“
05. Juni 2018

Europäischer Evangelisationskongress für 2020 in Deutschland geplant

Der Theologe und Sprachwissenschaftler Prof. Roland Werner. Foto: idea/kairospress
Der Theologe und Sprachwissenschaftler Prof. Roland Werner. Foto: idea/kairospress

Berlin (idea) – Im Herbst 2020 soll es einen Europäischen Evangelisationskongress unter dem Namen „Dynamic Gospel – New Europe“ (Dynamisches Evangelium – Neues Europa) geben. Das hat der Vorsitzende der Koalition für Evangelisation (früher: Lausanner Bewegung), der Theologe und Sprachwissenschaftler Prof. Roland Werner (Marburg), gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea angekündigt. Er äußerte sich am Rande des „Runden Tisches“ der Koalition in Berlin. Bei dem Treffen am 4. und 5. Juni nahmen 80 Verantwortliche aus Kirchen und Werken teil. Laut Werner plant das Europäische Komitee der Lausanner Bewegung mit etwa 800 Teilnehmern. Ziel sei es, sich zu vernetzen, um das Evangelium in Europa zu verkünden. Der Kongress soll nach dem Wunsch der europäischen Bewegung in Deutschland stattfinden. Werner zufolge will die Koalition zu neuen geistlichen Aufbrüchen ermutigen und so eine neue Phase der Lausanner Bewegung einleiten. So wolle man den Kontakt mit Migrantengemeinden ausbauen. Derzeit gebe es mit ihnen noch zu wenig Austausch. Dies zu ändern sei eine Zukunftsaufgabe. Man dürfe Migranten nicht nur unter dem Aspekt Islam oder Islamismus betrachten. In vielen Städten seien die Gottesdienste von Migrantengemeinden besser besucht als einheimische Gemeinden.

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Drei Gründe, warum die Koalition für Evangelisation noch nötig ist

Laut Werner steht die Koalition für Evangelisation in Deutschland derzeit vor der grundsätzlichen Frage, ob sie noch nötig ist. Es gebe jedoch drei Gründe, die Arbeit fortzuführen. Zum einen entstünden aus internationalen Begegnungen und Netzwerken im Rahmen der weltweiten Lausanner Bewegung Synergien. Ferner gehe von der Generation junger Leiter eine neue Dynamik aus. Drittens sei Evangelisation weiterhin notwendig. Immer wieder seien am „Runden Tisch“ erfolgreiche Ideen gestärkt und vorangebracht worden, etwa bei der Entstehung der Evangelisationsbewegung proChrist oder des Gemeindekongresses Willow Creek Deutschland. Die 1985 gegründete Koalition für Evangelisation wird von der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste und der Deutschen Evangelischen Allianz mitgetragen. In ihr engagieren sich auch Repräsentanten aus Freikirchen, des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften) und freien Werken.

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